Bluthochdruck durch Kortison

 

Kortison BluthochdruckBluthochdruck ist eine von vielen Nebenwirkungen, die auf die Einnahme vom Kortison zurückzuführen ist. Das Medikament Kortison umgibt viel Halbwissen und Gedünkel, was zu großer Verunsicherung führt und deutlich macht, wieviel Aufklärungsarbeit noch geleistet werden muss.1 Kortison ist nämlich ein körpereigenes Hormon, das in der Nebennierenrinde produziert wird.2

 

Künstlich und in hohen Dosen verabreicht, wirkt es stark entzündungshemmend, was zum Beispiel sehr hilfreich bei Rheumaerkrankungen sein kann. Zu den am häufigsten benutzten Kortison-Wirkstoffen zählt unter anderem Prednisolon, der Entzündungsherde im ganzen Körper erfolgreich bekämpfen kann.

 

Bluthochdruck und andere Nebenwirkungen durch Kortison      

 

Wird eine Krankheit medikamentös mit Kortison behandelt, kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, mit denen etwa die Hälfte der behandelten Patienten rechnen muss. Zu den typischen Nebenwirkungen von Kortison zählt man unter anderen:

 

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schwitzen und Probleme beim Einschlafen
  • Darmentzündungen
  • Bluthochdruck.

Besonders gefährdet an Bluthochdruck zu erkranken sind Patienten, die über einen langen Zeitraum mit Kortison behandelt werden.3 Außerdem kommt es bei den Patienten zu Wassereinlagerungen, Fettverteilungsveränderungen oder grünem Star. Diese Nebenwirkungen aufgrund der Kortison-Einnahme kommen nicht bei Behandlungen von kurzer Dauer vor.   

   

Die Alternative zu Kortison beim Bluthochdruck

 

Für die chronisch kranken Personen ist Kortison meist das einzige Mittel, um die Entzündungen in den Griff zu bekommen. Kortison gehört zu den Wirkstoffen, mit denen man schnell und zuverlässig Entzündungen behandeln kann. Auf die Dauer bringt es aber neben positiven Heilungseffekten auch manche Nebenwirkungen, wie Bluthochdruck, mit. Deswegen sollte eine Daueranwendung kritisch betrachtet und von einem Arzt unbedingt kontrolliert werden. Eine Therapie mit Kortison darf nicht abrupt und ohne ärztliche Absprache beendet werden, damit sich die körpereigene Kortison Produktion in den Nebennieren wieder reguliert. Leidet der Patient aufgrund der Einnahme von Kortison an Bluthochdruck, sollte möglichst zu einer Alternative gegriffen werden. Je nach Krankheit könnte bestimmte Heilpflanzen helfen, welche ähnliche Effekte wie Kortison hervorbringen.

 

Trotz Bluthochdruck auf Kortison angewiesen – die Verhaltensregeln

 

Bei lang anhaltender oder hoch dosierter Kortisontherapie und in Fällen, in denen solche Therapien unvermeidbar ist, sollten Patienten auch selbst dafür sorgen, dass die Nebenwirkungen im grünen Bereich bleiben. Vor allem ist es zu beachten, dass die Therapie nur nach einer Absprache mit dem Arzt unterbrochen werden darf, weil es sonst zu gefährlichen Mangelerscheinungen kommen kann – der Körper ist nicht in der Lage, auf Anhieb ausreichende Kortison-Mengen zu produzieren. Man sollte sich als Hypertoniker in Bezug auf Bluthochdruck regelmäßig von einem Arzt untersuchen lassen. Eine gesunde Ernährung, ausreichende Menge an Bewegung und Vermeiden vom Stress kann den Bluthochdruck trotz Einnahme von Kortison in vertretbaren Rahmen halten.

  

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

1 Behandlung mit "Cortison", Prof. Dr. med. Dr. phil. Gerhard Rogler, Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie, Department Innere Medizin, Universitätsspital Zürich. Nach einer Vorlage der AG Diagnose- und Therapierichtlinien der DGfR. Stand 03/2000, http://www.gastroenterologie.usz.ch/Documents/PatientenUndBesucher/Angebot/Spezialsprechstunden/BehandlungmitCortison.pdf

2 Cortison, http://www.hochdruckliga.de/glossar.html

3 Dr. med. Julia Hofmann, http://www.navigator-medizin.de/multiple_sklerose/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-multiple-sklerose/behandlung/nebenwirkungen-der-kortison-therapie/651-stosstherapie-mit-kortison-sind-nebenwirkungen-haeufig.html