Bluthochdruck durch Rheumamedikamente: was tun als Rheumapatient

 

Medikamente BluthochdruckLaut Untersuchungen leidet etwa 40 Prozent der deutschen Bevölkerung an Bluthochdruck, nicht selten verursacht durch Rheumamedikamente. Doch wird nur etwa die Hälfte dieser Personen medikamentös gegen Bluthochdruck behandelt.1 Die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur. Ein häufiger Grund ist, dass den Patienten interagierende Arzneimittel verordnet wurden, die zur Blutdruckerhöhung führen. Als Beispiel gilt das Zusammenspiel nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), wie Diclofenac oder Ibuprofen, und mancher Antihypertensiva. Die Rheumamedikamente können den blutdrucksenkenden Effekt von ACE Hämmern schmälern und somit zu Bluthochdruck führen. Bluthochdruck ist also eine unmittelbare Nebenwirkungen von Rheumamedikamenten.

 

Nebenwirkungen der Rheumamedikamente- Bluthochdruck

 

Die NSAR-Medikamente erhöhen den Blutdruck auf verschiedene Art und Weise. Das Problem ist in erster Linie für die Gruppe der Rheumapatienten relevant, die dauerhaft oder über längeren Zeitraum mit NSAR behandelt werden müssen. Über längere Zeit erhöhter Blutdruck wirkt sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System aus und kann ein Grund für dauerhafte Erkrankungen und Organ-Schäden sein. Wenn sich der Bluthochdruck während der Einnahme von Rheumamedikamenten nicht senken lässt, muss man nach der Absprache mit dem Arzt auf ein anderes schmerzstillendes und entzündungshemmendes Mittel ausweichen. Eube andere Möglichkeit besteht darin, die Dosis der NSAR zeitweilig zu reduzieren. Eine vorübergehende NSAR-Therapie, die nicht länger als eine oder zwei Wochen dauert, stellt für den Patienten in der Regel kein erhöhtes Bluthochdruck-Risiko dar.

 

Alternative Rheumamedikamente bei Bluthochdruck: Wegweiser für die Patienten

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Rheuma als Überbegriff für schmerzhafte Erkrankungen an Bewegungsorganen, welche die Bewegungsfreiheit einschränken.2 Medikamentenbehandlung bei Rheumakranken kann zu Bluthochdruck führen, deswegen sollte nach Möglichkeit eine alternative Therapie bei aufkommenden Nebenwirkungen eingesetzt werden. Hierzu gehören Basismedikamente, welche sich unter anderem bei der Behandlung von Arthritiserkrankungen bewährt haben und zudem dauerhafte Krankheitsfolgen aufzuhalten oder gar ganz zu verhindern.3

 

Bluthochdruck senken ohne Medikamente: Alternativen für Rheumakranken

 

In manchen Fällen können die verschiedenen Rheumaerkrankungen auch ohne Medikamente therapiert werden. Um ihren Körpern nicht unnötig über längere Zeit mit Medikamenten und Nebenwirkungen wie Bluthochdruck zu belasten, wählen Rheumakranke oft die alternativen Therapiemethoden. Bei der Auswahl stehen folgende Therapieoptionen zur Verfügung:

 

  • Funktions- und Bewegungstraining: ein von Krankengymnastik-Experten der Deutschen Rheuma-Liga zusammengestelltes Bewegungstraining, welches eine gute Ergänzung zu medikamentösen Therapieformen darstellt.

  • Ergänzende/Alternative Heilverfahren: In diesem Bereich bekommt man als Patient die Möglichkeit einer nebenwirkungsarmer Therapie

Die alternativen Therapiemethoden sollen jedoch immer nach früherer Absprache mit dem behandelten Arzt erfolgen, häufig bleibt die Einnahme von Rheumamedikamenten weiterhin bestehen.

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

   

 

      

1 Middeke, M., Arterielle Hypertonie. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2005.

2 „Rheuma - ein Name für viele Erscheinungsformen“, https://www.rheuma-liga.de/hilfe-bei-rheuma/ist-es-rheuma/

3 „Basismedikamente“, https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/4.5_Basismedikamente.pdf