Welche Auswirkung hat Alkohol auf Bluthochdruck?

 

Alkohol BluthochdruckPauschal lässt sich ein gemäßigter Alkoholkonsum nicht als zwingende Ursache für Bluthochdruck ausmachen. Als blutdruckneutral, also als eine Menge, die zumindest keinen negativen Einfluss auf den Blutdruck hat, stuft der Deutsche Hochdruckliga e. V. eine Menge von 30 g pro Tag bei Männern und bei Frauen eine Menge von 20 g ein. Das entspricht bei Männern rund zwei Gläsern Wein á 125 ml, zwei Gläsern Bier á 250 ml oder drei Gläsern Schnaps á 30 ml. Bei Frauen entsprechend weniger. Größere Mengen haben eine blutdrucksteigernde Wirkung von rund 7 mm Hg systolisch und rund 5 mm Hg diastolisch. Die Wirkung des fällt bei Männern und Rauchern stärker und bei Frauen und Nichtrauchern geringer aus.1 Bei sehr geringen Mengen kann auch eine gefäßerweiternd und damit blutdrucksenkend Wirkung auftreten. Inwiefern Alkohol jedoch auch bei Bluthochdruck hilft, lässt sich nur schwer sagen. Insbesondere, da die Risiken in der Regel überwiegen.2

 

Welche Gefahr geht von Alkohol bei Bluthochdruck aus?

 

Abhängig von der Menge kann Alkohol Bluthochdruck weiter steigern. Laut Angaben des Deutsche Hochdruckliga e. V. ergab eine medizinische Untersuchung in der deutschen Bevölkerung, dass Bier und Schnaps dabei eine stärker blutdrucksteigernde Wirkung haben als Wein. Demnach steigt auch bei Menschen, die eine größere Menge als empfohlen in Form von Wein trinken, selbst bei regelmäßigem Konsum der Blutdruck im Vergleich zu abstinenten Personen nur geringfügig an. Unabhängig von der Art stellt bei Bluthochdruck-Patienten, deren Blutdruck mit Medikamenten reguliert wird, Alkoholkonsum eine zusätzliche Gefahr dar. Das liegt daran, dass bestimmte blutdrucksenkende Medikamente ihre Wirksamkeit bei Kombination mit Alkohol verlieren können.3

 

Was sind die Symptome von zu viel Alkohol bei Bluthochdruck?

 

Die blutdrucksteigernde Wirkung nimmt vor allem mit steigender Regelmäßigkeit und Menge zu. Bei Menschen mit sehr hohem und vor allem regelmäßigem Konsum, in der Regel also Alkoholikern oder stark von der Abhängigkeit bedrohten Menschen, können weitere Nebenwirkungen einen Bluthochdruck weiter begünstigen, zum Beispiel durch alkoholbedingte Gewichtszunahme. Die kann wiederum zu einer verstärkten Kochsalzaufnahme führen.4 Beides Faktoren, die die Entstehung eines Bluthochdrucks weitere begünstigen können.

 

Alternativen zu Alkohol bei Bluthochdruck

 

Auch wenn Alkohol in geringen Mengen keine große Gefahr für Bluthochdruck darstellt, sollten Betroffene den Genuss bei Bluthochdruck in jedem Fall reduzieren. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er sehr kalorienreich ist und damit ein Faktor für erhöhtes Körpergewicht ist. Gute Alternativen zu eigentlich alkoholhaltigen Getränken stellen zum Beispiel alkoholfreies Bier oder auch alkoholfreier Wein und Sekt dar5 . Ansonsten eignen sich natürlich auch alle von Natur aus alkoholfreien Getränke wie Fruchtsäfte oder Mineralwasser.

 

 

Alkoholalternativen Bluthochdruck

Tipp 1:
Alkohol ist schlecht bei Bluthochdruck. Informieren Sie sich hier über Alkoholalternativen bei Bluthochdruck!

 

 

Alkoholentzug Bluthochdruck

Tipp 2:
Ein Alkoholentzug ist manchmal die letzte Lösung! Erfahren Sie hier, warum ein Alkoholentzug bei Bluthochdruck sinnvoll ist!

 

 

Achtung IconHinweis
Dieser Text ersetzt weder eine Beratung noch eine Behandlung durch einen Arzt. Personen mit Bluthochdruck oder anderen Erkrankungen sollten in jedem Fall einen Arzt auf suchen. Dieser kann sie beraten und gegebenenfalls angemessen behandeln.

 

 

1 Deutsche Herzstiftung: http://www.herzstiftung.de/Blutdruck-Alkohol.html , abgerufen am 04.03.2013.

2 Deutsche Herzstiftung: http://www.herzstiftung.de/Blutdruck-Alkohol.html , abgerufen am 04.03.2013.

3 Deutsche Hochdruckliga e. V.: http://www.hochdruckliga.de/blutdrucksenker-wechselwirkungen-vermeiden.html , abgerufen am 04.03.2013.

4 Deutsche Herzstiftung: http://www.herzstiftung.de/Blutdruck-Alkohol.html , abgerufen am 04.03.2013.

5 Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse: http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/Patientenratgeber/Bluthochdruck.pdf , abgerufen am 14.02.2013.