Welche Auswirkung hat das Alter auf Bluthochdruck?

 

Alter BluthochdruckMit zunehmendem Alter steigt die Gefahr an Bluthochdruck zu erkranken sehr stark an. So leiden in Deutschland beispielsweise zirka zehn Prozent der 30-Jährigen an Bluthochdruck. Im Alter von rund 55 Jahren ist dies bereits bei jedem Dritten der Fall. Ab einem Alter von 60 Jahren oder älter sind sogar 50 Prozent der Bevölkerung von Bluthochdruck betroffen – das ist jeder zweite Mensch der älter als 60 Jahre ist.1 Anhand dieser Zahlen lässt sich eindeutig sagen, dass mit zunehmendem Alter auch die Risiken steigen, an Bluthochdruck zu erkranken. Dass Bluthochdruck vor allem im Alter besonders oft auftritt, hat verschiedene Ursachen.

 

 


Warum tritt Bluthochdruck altersbedingt auf?

 

Als eine entscheidende Ursache dafür, dass Bluthochdruck in zunehmendem Alter sehr häufig auftritt, ist beispielsweise eine nachlassende Elastizität der Blutgefäße zu nennen. Diese Elastizität der Blutgefäße sorgt dafür, dass sich die Adern im menschlichen Körper bei Bedarf ausdehnen können. Durch die Ausdehnung der Blutgefäße kann bis zu einem gewissen Grad mehr Blut durch die Adern fließen, ohne dass sich der Blutdruck erhöht. Lässt diese Elastizität der Blutgefäße nach, bedeutet das folglich, dass der Blutdruck in den Blutbahnen automatisch ansteigt.2 Die nachlassende Elastizität der Blutgefäße ist völlig natürlich und lässt sich von den Betroffenen nicht beeinflussen.3


Prävention von Bluthochdruck im Alter

 

Neben unbeeinflussbaren Faktoren, die zu Bluthochdruck im Alter führen können, gibt es auch sehr viele Faktoren, die sich beeinflussen lassen. Dazu zählt insbesondere eine ungesunde Lebensweise mit Bewegungsmangel, übermäßigem Verzehr von Kochsalz, Stress, Rauchen, Übergewicht oder dem Genuss von zu viel Alkohol und zu wenig Obst und Gemüse. Ein weiterer beeinflussbarer Faktor kann auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten sein.4 Während die Einnahme bestimmter Arzneimittel unter Umständen unumgänglich ist, lässt sich vor allem die individuelle Lebensweise häufig vergleichsweise einfach ändern. Zum Beispiel, indem auf gesunde Ernährung, genügend Bewegung und einen mäßigen Umgang mit Genussmitteln wie Alkohol geachtet wird.5


Gibt es ein typisches Alter für Bluthochdruck?

 

Auch wenn es scheinbar eintypisches Alter für Bluthochdruck gibt (vor allem Menschen über 60 Jahre sind betroffen): Menschen sind niemals zu jung für Bluthochdruck. Selbst Kinder und Jugendliche können betroffen sein. Mitunter hat dies genetische Ursachen. Das ist häufig der Fall, wenn nahe Verwandte, wie die Eltern, Geschwister oder Großeltern, bereits an hohem Blutdruck leiden. Aber auch die bereits beschriebene ungesunde Lebensweise kann schon bei Kindern und Jugendlichen zu einem erhöhten Blutdruck führen. Insbesondere bei schwerem Übergewicht ist dies häufig der Fall. Gerade bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen können die kritischen Blutdruckwerte durch eine Reduzierung des Körpergewichtes besonders gut behandelt werden.6

 

 

 

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Achtung IconHinweis:
Dieser Text kann keine Diagnose oder ärztliche Untersuchung ersetzen. Personen mit erhöhtem Blutdruck oder Verdacht auf Blutdruckproblemen sollten sich von einem qualifizierten Arzt untersuchen und beraten lassen.

 

 

1Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse: http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/Patientenratgeber/Bluthochdruck.pdf , abgerufen am 14.02.2013.

2 Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse: http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/Patientenratgeber/Bluthochdruck.pdf , abgerufen am 14.02.2013.

3 Deutsche Herzstiftung: www.herzstiftung.de/pdf/presse/Daten-Fakten.pdf , abgerufen am 14.02.2013.

4 Deutsche Herzstiftung: www.herzstiftung.de/pdf/presse/Daten-Fakten.pdf , abgerufen am 14.02.2013.

5 Schweizerische Herzstiftung: http://www.blutdruck-offensive.ch/uploads/media/Zahlen_und_Fakten_d_01.pdf , abgerufen am 14.02.2013.

6 Deutsche Hochdruckliga e. V.: http://www.hochdruckliga.de/bluthochdruck-bei-jugendlichen.html , abgerufen am 14.02.2013.