Bluthochdruck - steigende Gefahr ab 35

 

Bluthochdruck ab 35Von Bluthochdruck sind 55 Prozent der Menschen ab 35 bis 64 Jahren in Deutschland betroffen. Anders als häufig angenommen handelt es sich bei erhöhtem Blutdruck damit keineswegs um eine altersbedingte Erkrankung. Ganz im Gegenteil. Der Anteil an jungen Menschen und auch an Jugendlichen nimmt in Industrieländern immer stärker zu. Bleibt ein erhöhter Blutdruck unbehandelt, steigt das Risiko ernsthafter Folgeerkrankungen wie Schlaganfälle, Herzinfarkte oder anderer schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So empfehlen Mediziner ab 35, spätestens aber mit Beginn des 40. Lebensjahres regelmäßige Blutdruck-Kontrollen durchführen zu lassen, da der Blutdruck bei vielen Menschen ab 35 Jahren zu steigen beginnt.1

 

Häufigkeit für Bluthochdruck steigt deutlich ab 35

 

Die Gefahr des steigenden Blutdrucks nimmt ab dem 35. Lebensjahr mit zunehmendem Alter immer stärker zu. So leiden zum Beispiel rund zehn Prozent der 30-Jährigen in Deutschland an erhöhtem Blutdruck. Bei den 70-Jährigen sind es bereits mehr als 50 Prozent. Um die Gefahren eines unerkannten und damit unbehandelten Bluthochdrucks zu verringern, ist es wichtig, erhöhten Blutdruck möglichst früh zu erkennen. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt aus diesem Grund zum Beispiel regelmäßige Messungen um Bluthochdruck zu erkennen. Diese wird auch nicht erst ab 35 ausgesprochen, sondern auch schon im Kinder- und Jugendalter, konkret bei der Einschulung, im Jugend- und jungen Erwachsenenalter.2

Gefahr durch Bluthochdruck ab 35

 

Die größten Risiken die von einem Bluthochdruck ausgehen, der bereits ab 35 oder noch früher auftritt, bestehen darin, dass der Hochdruck nicht erkannt und nicht behandelt wird. Da es auch für Menschen ab 35 kein typisches Anzeichen für Bluthochdruck gibt, ist die Gefahr gerade bei jungen Menschen vergleichsweise hoch, dass ein erhöhter Blutdruck nicht erkannt und behandelt wird. Eine mögliche Auswirkung eines solchen Bluthochdrucks ab 35 oder noch früher können massiven Schädigungen der Blutgefäße und weiterer lebenswichtiger Organe sein. Auch das Gehirn, Augen Beine und die Nieren können an erhöhtem Blutdruck Schaden nehmen.3

Behandlung von Bluthochdruck ab 35

 

Bluthochdruck ab 35 wird genauso wie in allen anderen Altersgruppen durch Medikamente und einen gesunden Lebensstil behandelt. Gerade bei Bluthochdruck ab 35 oder bei noch jüngeren Menschen spielt der Lebensstil eine wichtige Rolle. Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress und übermäßiger Alkoholkonsum sind Faktoren, die einen erhöhten Blutdruck begünstigen können. Umgekehrt lässt sich ein erhöhter Blutdruck in vielen Fällen dadurch regulieren, dass die nachteiligen Faktoren reduziert oder sogar ganz beseitigt werden. Alleine durch diese nichtmedikamentösen Maßnahmen kann der Blutdruck in vielen Fällen bereits deutlich abgesenkt werden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, wird der Blutdruck über Medikamente gesenkt. Oft werden beide Maßnahmen miteinander kombiniert.4

 


Achtung IconHinweis:
Dieser Text kann weder die Diagnose noch eine Beratung eines Arztes ersetzen. Personen mit Verdacht auf Blutdruckerkrankungen oder mit anderen gesundheitliche Problemen sollten daher in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen und behandeln lassen.

 

 

 

1 Schweizerische Herzstiftung: http://www.blutdruck-offensive.ch/index.php?id=664&L=0 , abgerufen 18.02.2013.

2 Deutsche Herzstiftung: www.herzstiftung.de/pdf/presse/Daten-Fakten.pdf , abgerufen am 14.02.2013.

3 Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse: http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/Patientenratgeber/Bluthochdruck.pdf , abgerufen am 14.02.2013.

4 Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse: http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/Patientenratgeber/Bluthochdruck.pdf , abgerufen am 14.02.2013.