Welche Auswirkung hat Bauchfett auf Bluthochdruck?

 

BauchfettsuchtBauchbetontes Übergewicht gilt als eine von mehreren mögliche Ursachen für Bluthochdruck. Zwar ist bis heute der direkte Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Bauchfett noch nicht einwandfrei geklärt. Im Zusammenhang mit Bauchfettsucht wurden jedoch in der jüngsten Vergangenheit mehrere Faktoren nachgewiesen, die begünstigend auf die Entstehung von Bluthochdruck wirken können. Nachgewiesener Maßen hat außerdem eine Reduzierung des Körpergewichtes eine blutdrucksenkenden Wirkung bei Menschen mit Bluthochdruck. Ebenfalls gilt es als nachgewiesen, dass bei Übergewicht verschiedene blutdruckregulierende Systeme stimuliert werden, was eine blutdrucksteigernde Wirkung haben kann.1

 

 


Welche Gefahr geht von Bauchfett bei Bluthochdruck aus?

 

Eines der größten Risiken von Bauchfett besteht darin, dass es zu Bluthochdruck führen kann. Als mitverantwortlich dafür gelten zum Beispiel eine Stimulation des Sympathikus – ein Teil des Nervensystems – und des Renin-Angiotensin-Systems – ein wichtiger Kreislauf zur Regulierung des Blutdrucks. Durch die Stimulation dieser beiden Systeme kann es zu einem Anstieg des Blutdrucks kommen.2 Problematisch ist Bauchfettsucht bei Bluthochdruck auch, weil sie häufig mit Bewegungsmangel und schlechter Ernährung einhergeht. Diese beiden Faktoren gelten ebenfalls als blutdrucksteigernd.


Was sind die Symptome von Bluthochdruck durch Bauchfett?

 

Symptome von Bauchfettsucht bei Bluthochdruck sind einerseits ein deutlich erhöhtes Körpergewicht und ein starker Bauchumfang. Von Fettsucht reden Mediziner, wenn der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) über 30 kg/m² liegt.3 Der Body-Mass-Index errechnet sich folgendermaßen: Körpergewicht in kg geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Alleine aufgrund einer Fettsucht nach dem BMI liegt jedoch noch nicht automatisch auch Bauchfettsucht vor. Dazu ist nämlich entscheidend, wie sich das Körpergewicht verteilt. Also ob es sich beinbetont ansammelt wie es für Frauen eher typisch ist, oder ob es sich vorwiegend im Bauchbereich ansammelt, wie es bei Männern häufiger vorkommt. Als problematisch gilt bei Männern ein Bauchumfang von mehr als 102 cm auf Höhe des Bauchnabels. Bei Frauen bereits ab einem Bauchumfang von mehr als 88 cm.4


Was lässt sich bei Bauchfett gegen Bluthochdruck tun?

 

Personen mit einem hohen Anteil von Bauchfett, bei denen ein Bluthochdruck festgestellt wird, sollten in jedem Fall versuchen, ihre Bauchfettsucht zu behandeln und Normalgewicht zu erreichen. Alleine durch die Reduzierung des Übergewichtes, kann bereits ein Rückgang des Bluthochdrucks von 1 bis 1,6 mm Hg pro abgenommenem Kilogramm Körpergewicht erreicht werden. Sinnvolle Maßnahmen, um Abzunehmen stellen vor allem ausreichende körperliche Bewegung und eine gesunde, ausgewogene möglichst salzarme Ernährung dar. Diese beiden Maßnahmen senken nicht nur das Körpergewicht, sonder auch ihrerseits zusätzlich den Blutdruck.5 Alleine durch diese Maßnahmen lässt sich der Blutdruck in vielen Fällen deutlich reduzieren und mitunter sogar ohne weitere Medikamente normalisieren.

 

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Achtung IconHinweis:
Dieser Text kann keine ärztliche Beratung oder Behandlung ersetzen. Personen mit gesundheitlichen Problemen sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Personen mit Bauchfettsucht und Bluthochdruck sollten ebenfalls mit einem Arzt die für sie geeigneten Maßnahmen besprechen.

 

 

1 Deutsche Hochdruckliga e. V.: http://www.hochdruckliga.de/was-beguenstigt-den-bluthochdruck.html , abgerufen am 02.03.2013.

2 Deutsche Hochdruckliga e. V.: http://www.hochdruckliga.de/was-beguenstigt-den-bluthochdruck.html , abgerufen am 02.03.2013.

3 Deutsche Hochdruckliga e. V.: http://www.hochdruckliga.de/glossar.html#body-mass-index , abgerufen am 02.03.2013.

4 Schweizerische Herzstiftung: http://www.swissheart.ch/index.php?id=174 , abgerufen am 02.03.2013.

5 Schweizerische Herzstiftung: http://www.blutdruck-offensive.ch/uploads/media/Zahlen_und_Fakten_d_01.pdf , abgerufen am 02.03.2013.