Wie wirken sich die Gene auf die Entstehung von Bluthochdruck aus?

 

Erbgut BluthochdruckNeben vielen anderen Ursachen scheinen auch die Gene darüber zu bestimmten, ob Menschen an Bluthochdruck erkranken oder nicht. Allerdings sind bis heute die Ursachen nicht vollständig geklärt, wie erhöhter Blutdruck entsteht und wodurch er ausgelöst wird. Mediziner haben inzwischen herausgefunden, dass nicht nur ein Gen im Erbgut für Bluthochdruck verantwortlich zu sein scheint. So gibt es beispielsweise einige wenige Gene, die offensichtlich einen sehr starken Einfluss auf Blutdruckerkrankungen haben. Sie treten jedoch nur sehr selten auf. Sehr viel häufiger sind Gene, die nur einen leichten Einfluss auf Blutdruckerkrankungen zu haben scheinen.1

 

 


Wird Bluthochdruck über die Gene weitergegeben?

 

Über diese verschiedenen Gene bestimmt nicht zuletzt auch das Erbgut die Risiken, ob Bluthochdruck bei einer Person auftritt oder nicht. Da diese Gene über das Erbgut von Generation zu Generation weitergegeben werden, liegt Bluthochdruck nicht selten in der Familie. In diesen Fällen wird er auch häufig als vererbter Bluthochdruck bezeichnet. Auffällig ist dabei, dass die Auswirkung des Erbgutes auf das Auftreten von Bluthochdruck vor allem bei Männern besonders groß. So scheint erhöhter Blutdruck vor allem an Söhne vererbt zu werden. Je nachdem, ob ein oder beide Elternteile bereits erhöhten Blutdruck aufweisen, steigt auch das Risiko der Söhne, ebenfalls zu erkranken. Auch der Zeitpunkt, zu dem der Bluthochdruck auftritt, scheint durch das Erbgut bestimmt zu werden und entspricht dem Zeitpunkt, zu dem bei den Eltern der erhöhte Blutdruck aufgetreten ist.2


Genetisch bedingter Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen

 

Auf diese Weise kann das Erbgut auch eine Gefahr für Kinder und Jugendliche darstellen, an Bluthochdruck zu erkranken. Sie gilt allerdings als sehr gering. Als deutlich größer schätzen Mediziner den Zusammenhang von erhöhtem Blutdruck und Übergewicht ein. Es gilt in den meisten Fällen von erhöhtem Blutdruck im Kindes- und Jugendalter als Hauptursache. Dennoch kann das Erbgut zu einem frühen Auftreten von Bluthochdruck führen. Aus diesem Grund sollten vor allem erblich vorbelastete Personen spätestens ab dem 30. Lebensjahr ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren lassen.3


Prävention von erhöhtem Blutdruck bei erblicher Vorbelastung

 

Gerade wenn durch das Erbgut ein erhöhtes Bluthochdruck-Risiko besteht, stellen regelmäßige Messungen eine wichtige Präventions-Maßnahme dar. Zwar lässt sich damit ein Auftreten des erhöhten Blutdrucks nicht vermeiden, jedoch lassen sich gesundheitliche Folgeschäden durch eine angemessene Behandlung erfolgreich einschränken. Da das Erbgut nur einen von mehreren Faktoren für Bluthochdruck darstellt, sollte in jedem Fall eine Prävention durch eine gesunde Lebensweise stattfinden. Das bedeutet, dass sich betroffene Personen ausgewogen ernähren, regelmäßig Sport treiben und mit Salz und Genussmitteln bewusst umgehen sollten.4

 

 


Achtung IconHinweis:
Dieser Text kann keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen. Personen mit Verdacht auf erhöhten Blutdruck oder andere Erkrankungen sollten einen Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen. Im Falle einer erblichen Vorbelastung sollte der Arzt darüber informiert werden.

 

 

 

 

1 Deutsche Hochdruckliga e. V.: http://www.hochdruckliga.de/vererbung-der-hypertonie.html , abgerufen am 19.02.2013.

2 Focus Online: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/herz/news/hypertonie_aid_266685.html , abgerufen am 19.02.2013.

3 Deutsche Herzstiftung: www.herzstiftung.de/pdf/presse/Daten-Fakten.pdf , abgerufen am 14.02.2013.

4 Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse: http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/Patientenratgeber/Bluthochdruck.pdf , abgerufen am 14.02.2013.