Welche Auswirkung hat das Geschlecht bei Bluthochdruck?

 

Geschlecht BluthochdruckNeben verschiedenen anderen Faktoren kann das Geschlecht eines Menschen Einfluss auf eine Bluthochdruck-Erkrankung haben. Wobei das Geschlecht weniger darüber entscheidet, ob Bluthochdruck überhaupt auftritt oder nicht. Vielmehr spielt das Geschlecht eine Rolle dabei, ab welchem Alter das Bluthochdruck-Risiko besonders hoch ist. Auch die Wahrscheinlichkeit möglicher Folgeerkrankungen hängt zum Teil vom Geschlecht ab.

Der Einfluss des Geschlechts auf eine mögliche Erkrankung an Bluthochdruck ist grundsätzlich allerdings nicht sehr groß. Sowohl Frauen als auch Männer können an hohem Blutdruck leiden. Das Risiko steigt dabei unabhängig vom Geschlecht mit zunehmendem Alter sehr deutlich an.1


Welches Geschlecht leidet besonders oft unter Bluthochdruck und warum?

 

Das Geschlecht eines Menschen kann vor allem darüber entscheiden ab welchem Alter die Risiken einer Bluthochdruck-Erkrankung steigen. Bis zu einem Alter von etwa 50 bis 60 Jahren erkranken tendenziell mehr Männer als Frauen an Bluthochdruck.2 Ab einem Alter von über 60 Jahren sind Männer wie Frauen jedoch unabhängig vom Geschlecht gleichermaßen oft von Bluthochdruck betroffen. Als Ursache für das unterschiedlich hohe Erkrankungs-Risiko gilt das weibliche Sexualhormon Östrogen. Nach der Menopause ist die Gefahr an Bluthochdruck zu erkranken daher vom Geschlecht unabhängig.3 Bei Frauen, die jünger als 60 Jahre alt sind, besteht ein zusätzliches Risiko eines schwangerschaftsbedingten Bluthochdrucks, der in der Regel mit dem Ende der Schwangerschaft wieder normalisiert.4


Gibt es geschlechtstypische Folgeerkrankungen bei Bluthochdruck?

 

Neben dem Einfluss darauf, ab welchem Alter die Gefahr an Bluthochdruck zu erkranken zunimmt, hat das Geschlecht auch weitere Auswirkungen auf mögliche Folgeerkrankungen. Beispielsweise leiden Männer mit Bluthochdruck an einem etwas höheren Risiko an Krebs zu erkranken als Frauen mit hohem Blutdruck.5 Bei Männern kann es durch hohen Blutdruck außerdem zu Impotenz kommen. Zum Einen kann dies der Fall sein, wenn es durch erhöhten Blutdruck bereits zu Gefäßschädigungen gekommen ist. Zum Anderen können auch verschiedene Medikamente zur Blutdrucksenkung Erektionsstörungen als Nebenwirkung haben. Auch der durch Medikamente abgesenkte Blutdruck kann die Erektionsfähigkeit bei Männern unter Umständen beeinträchtigen.6


Prävention von Bluthochdruck für Männer und Frauen

 

Auch wenn Frauen in jüngeren Jahren etwas seltener als Männer an erhöhtem Blutdruck leiden, sind sie spätestens in höherem Alter genauso gefährdet. Aus diesem Grund gelten für Frauen und Männer grundsätzlich ähnliche Präventions-Empfehlungen. Dazu zählt in erster Linie ein gesunder Lebensstil mit reichlich Bewegung, mäßigem Salz- und Alkoholkonsum, Vermeidung von Übergewicht und möglichst wenig dauerhaftem Stress. Auf den Genuss von Tabak sollte ebenfalls verzichtet werden. Frauen sollten bei der Empfängnisverhütung beachten, dass die Pille ebenfalls den Blutdruck erhöhen kann. Um erhöhten Blutdruck rechtzeitig zu erkennen sollten Männer wie Frauen spätestens ab dem 40. Lebensjahr jährlich ihren Blutdruck kontrollieren lassen.7

 

 

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Achtung IconHinweis:
Dieser Text soll Hintergrundwissen über mögliche Zusammenhänge zwischen dem Geschlecht und Bluthochdruck-Erkrankungen liefern. Er kann weder eine ärztliche Untersuchung noch eine Diagnose ersetzen. Betroffene mit Blutdruckproblemen oder anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen sollten sich von einem Arzt fachgerecht untersuchen und behandeln lassen.

 

 

1 Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse: http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/Patientenratgeber/Bluthochdruck.pdf , abgerufen am 14.02.2013.

2 Schweizerische Herzstiftung: http://www.blutdruck-offensive.ch/index.php?id=664&L=11 , abgerufen am 15.02.2013.

3 Hochdruck aktuell: http://www.hochdruck-aktuell.de/public/health/health_05_01.htm , abgerufen am 15.02.2013.

4 Internisten im Netz: http://www.internisten-im-netz.de/de_bluthochdruck-besonderheiten-in-der-schwangerschaft_157.html , abgerufen am 15.02.2013.

5 Die Welt: http://www.welt.de/gesundheit/article13626844/Bluthochdruck-steigert-bei-Maennern-das-Krebsrisiko.html , abgerufen am 15.02.2013.

6 Schweizerische Herzstiftung: http://www.blutdruck-offensive.ch/uploads/media/Bluthochdruck_und_Sexualitaet_Medienmitteilung_01.pdf , abgerufen am 15.02.2013.

7 Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse: http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/Patientenratgeber/Bluthochdruck.pdf , abgerufen am 14.02.2013.