Besonderheiten des Bluthochdrucks bei Frauen

 

Bluthochdruck FrauAuch wenn Bluthochdruck Männer wie Frauen gleichermaßen betrifft, gibt es bei Frauen zwar einige Besonderheiten jedoch kein typisches Anzeichen für Bluthochdruck. Zu den Besonderheiten zählen vor allem, dass junge Frauen im Vergleich zu gleich alten Männern bis zu einem Alter von etwa 50 bis 60 Jahren ein etwas geringeres Risiko aufweisen an Bluthochdruck zu erkranken. Das liegt daran, dass das weibliche Sexualhormon Östrogen einem erhöhten Blutdruck entgegenwirken kann. Ab dem 50. Lebensjahr bzw. nach dem Beginn der Menopause ist die Gefahr für Frauen an Bluthochdruck zu erkranken in etwa genauso groß wie für Männer.1 Eine besondere Form des erhöhten Blutdrucks ist der schwangerschaftsbedingte Bluthochdruck. Er tritt jedoch normalerweise nur im Laufe einer Schwangerschaft auf und normalisiert sich nach deren Ende für gewöhnlich wieder.2

 

Häufigkeit von Bluthochdruck bei Frauen

 

Während in jungen Jahren Frauen deutlich seltener an Bluthochdruck erkranken als Männer, gleicht sich das Risiko in zunehmendem Alter deutlich an. So sind im Alter von 20 bis 29 Jahren nur etwa halb so viele Frauen betroffen wie Männer. Der Unterschied beträgt etwas mehr als zehn Prozent. Diese Differenz gleicht sich bei zunehmendem Alter immer weiter an. Bei den rund 60 bis 70-Jährigen verschwindet die Differenz nahezu gänzlich.3 In dieser Altersgruppe sind rund 50 Prozent der Menschen unabhängig vom Geschlecht gleichermaßen von erhöhtem Blutdruck betroffen.


Spezielle Gefahren für Frauen bei Bluthochdruck

 

Grundsätzlich hat Bluthochdruck für Frauen die gleichen Auswirkungen wie für Männer. Zu den häufigsten Risiken von Bluthochdruck zählen daher auch für Frauen vor allem verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die als Folge von Bluthochdruck auftreten können. Zum Beispiel Schlaganfälle, Herzinfarkte oder auch Herzerkrankungen.4 Die möglichen Folgeerkrankungen sind damit die gleichen wie bei Männern. Anders als bei Männern kann es jedoch zu Problemen bei der Behandlung des erhöhten Blutdrucks kommen. Vor allem bei Frauen, die älter als 70 Jahre sind, kommt es häufiger zu Schwierigkeiten, den Blutdruck zu senken und zu stabilisieren.5

 

Behandlung von Bluthochdruck bei Frauen

 

Auch wenn es gerade bei Frauen höheren Alters schwierig sein kann den Bluthochdruck in den Griff zu bekommen, werden grundsätzlich die gleichen Behandlungsmethoden eingesetzt wie bei Männern. Zum einen die Senkung des Blutdrucks mit Medikamenten und zum anderen durch eine Anpassung des Lebensstils. Bei der Anpassung des Lebensstils werden eventuelles Übergewicht und Bewegungsmangel reduziert. Außerdem sind eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse, sowie ein mäßiger Umgang mit Genussmitteln wichtig.  Frauen sollten im Zweifelsfalle auch die Wahl der Empfängnisverhütung berücksichtigen. So kann zum Beispiel auch die Pille zu einem erhöhten Blutdruck führen.6

 


Achtung IconHinweis:
Personen mit Verdacht auf Blutdruckprobleme oder andere Erkrankungen sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, der eine Diagnose erstellen und für eine angemessen Behandlung sorgen kann. Beides kann dieser Text nicht leisten.

 

 

1 Hochdruck aktuell: http://www.hochdruck-aktuell.de/public/health/health_05_01.htm , abgerufen am 15.02.2013.

2 Internisten im Netz: http://www.internisten-im-netz.de/de_bluthochdruck-besonderheiten-in-der-schwangerschaft_157.html , abgerufen am 15.02.2013.

3 Techniker Krankenkasse: http://www.tk.de/tk/krankheiten-b/bluthochdruck/ursachen-zahlen/193946 , abgerufen am 15.02.2013.

4 Schweizerische Herzstiftung: http://www.blutdruck-offensive.ch/uploads/media/Zahlen_und_Fakten_d_01.pdf , abgerufen am 14.02.2013.

5 Schweizerische Herzstiftung: http://www.blutdruck-offensive.ch/uploads/media/09_11_30_Blutdruck_und_Frauen_DE_L_01.pdf , abgerufen am 15.02.2013.

6 Schweizerische Herzstiftung: http://www.blutdruck-offensive.ch/uploads/media/09_11_30_Blutdruck_und_Frauen_DE_L_01.pdf , abgerufen am 15.02.2013.