Gehirnschlag durch Bluthochdruck – Gehirnschlag erkennen

 

Anzeichen gehirnschlagDas Risiko, dass bei Bluthochdruck ein Gehirnschlag entsteht, ist vor allem bei Blutdruckwerten ab 115/75 mmHg gegeben. Ab diesem Wert steigt die Gefahr, einen Gehirnschlag (Schlaganfall) zu erleiden. Die Ursache für einen Gehirnschlag durch Bluthochdruck ist, dass wegen dem hohen Blutdruck das Gehirn eventuell nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann. Geschieht ein Gehirnschlag, erkennt man diesen in der Regel an einigen typischen Anzeichen, die sofortiges Handeln erfordern. Zu diesen Anzeichen des Gehirnschlags bei hoher Blutdruck-Frequenz gehören zum Beispiel eine einseitige plötzliche starke Kraftminderung oder Lähmung wie etwa des Arms oder des Beins, eine leicht herabhängende Gesichtshälfte, Taubheitsgefühle, Kribbeln oder ein „pelziges“ Gefühl in einer Körperhälfte, Sehstörungen wie doppeltes, verschwommenes oder eingeschränktes Sehen bis hin zu einer vorübergehenden Erblindung. Ebenfalls typisch für einen Gehirnschlag bei Bluthochdruck sind

  • Sprachstörungen bis hin zum Sprachverlust,
  • sinnloses Sprechen und fehlendes Vermögen,
  • Dinge zu benennen oder zu verstehen,
  • Gleichgewichtsstörungen,
  • Bewusstlosigkeit
  • oder plötzliche, nahezu unerträgliche Kopfschmerzen.

 

Was tun bei einem Gehirnschlag durch Bluthochdruck?

 

Bei den ersten Symptomen dieser Art, die auf einen Gehirnschlag als Auswirkung von Bluthochdruck hinweisen können, ist sofortiges Handeln gefragt. Sofern es dem Patienten möglich ist, sollte er sofort den Rettungsdienst rufen, denn ein Gehirnschlag bei Bluthochdruck muss so schnell wie möglich behandelt werden. Eventuell sollten Nachbarn oder andere Personen in der Nähe alarmiert werden, damit diese im Bedarfsfall Erste Hilfe leisten können, während der Rettungsdienst unterwegs ist. Als Erste Hilfe Maßnahmen empfiehlt es sich, den Patienten, sofern er noch bei Bewusstsein ist, mit leicht erhöhtem Oberkörper zu lagern.

Man sollte ihn beruhigen und ihm nichts zu Essen oder zu Trinken geben, denn die dafür nötigen Körperfunktionen könnten gestört sein. Eventuelle enge Kleidung oder Zahnprothesen sollten gelockert bzw. entfernt werden. Verliert der Patient das Bewusstsein, bringt man ihn in die stabile Seitenlage und kontrolliert dabei permanent Atmung und Pulsschlag. Setzen diese aus, beginnt man mit den Wiederbelebungsmaßnahmen (Herz-Druck-Massage).

 

Dem Gehirnschlag durch Bluthochdruck vorbeugen

 

Bluthochdruck-Patienten sind grundsätzlich stärker gefährdet, einen Gehirnschlag durch Bluthochdruck zu erleiden. Daher ist es für Patienten dieser Risikogruppe wichtig, entsprechende Maßnahmen einzuleiten, damit ein hoher Blutdruck nicht zu solchen Komplikationen wie einem Gehirnschlag führt. Dazu gehört als allererstes immer ein Gespräch mit dem Facharzt, damit dieser über die richtige Therapie entscheidet. Eventuell müssen Medikamente wie etwa Betablocker oder Kalziumantagonisten dauerhaft zur Blutdruck-Senkung eingenommen werden, auf jeden Fall empfehlenswert ist jedoch eine Änderung der Lebensgewohnheiten. So sollten Übergewicht abgebaut und die Ernährung umgestellt werden, auf Nikotin und Alkohol sollte man verzichten und Stress und andere psychische Belastungen sollten vermieden werden, um einem Gehirnschlag durch Bluthochdruck vorzubeugen.1

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 Vgl. http://www.apotheken-umschau.de/Schlaganfall