Sekundärer Bluthochdruck

 

sekundaerer BluthochdruckDer sekundäre Bluthochdruck (sekundäre Hypertonie) entsteht meist aufgrund einer anderen Vorerkrankung. Laut Berufsverband Deutscher Internisten liegt er bei etwa 15 Prozent der Hochdruck-Patienten vor.1 Die meisten Ursachen des sekundären Bluthochdrucks sind hormonell bedingt.2 Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie nennt darunter als häufigste Form den Primären Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom).3 Es ist eine Erkrankung der Nebenniere, bei der zu viel Aldosteron gebildet wird, welches den Wasser- und Salzhaushalt reguliert. Entweder ist die Nebenniere dabei vergrößert, oder es liegt hier ein gutartiger hormonproduzierender Tumor vor. Symptome dieser Form des sekundären Bluthochdrucks sind eine schlecht einstellbare Hypertonie trotz blutdrucksenkender Mittel und ein Kaliummangel.

 

 

Weitere hormonelle Ursachen des sekundären Bluthochdrucks

 

Beim Hypercortisilismus (Cushing-Syndrom) produziert die Nebenniere zu viel Cortisol. Oft liegt hier die Ursache des Bluthochdrucks in einem gutartigen Tumor an der Hirnanhangdrüse oder an der Nebenniere selbst.4 Eine weitere Ursache des sekundären Bluthochdruckskann auch das Phäochromozytom (Paragangliom) sein. Es ist ein meist gutartiger Tumor des Nebennierenmarkes. Zu den hormonellen Formen des sekundären Bluthochdrucks gehört außerdem der Schwangerschaftshochdruck, der nach der Entbindung meist wieder abklingt. Ein hoher Blutdruck kann sich außerdem bei einer Schilddrüsenüberfunktion sowie bei der Schilddrüsenunterfunktion einstellen.

 

Weitere Formen des sekundären Bluthochdrucks

 

Ein sekundärer Bluthochdruck kann bei Erkrankungen des Nierengewebes oder der Nierengefäße, beispielsweise der Nierengefäßverengung, auftreten. Oft besteht auch ein Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Schlafapnoe. Diese wird durch eine Verengung der oberen Atemwege aufgrund von Fetteinlagerungen verursacht. Auch hier ist einSymptom des sekundären Bluthochdrucks, dass er sehr schwer mit Medikamenten zu regulieren ist. Eine sekundärer Bluthochdruck kann auch durch bestimmte Medikamente ausgelöst werden, so zum Beispiel durch nichtsteroidale Antirheumatika, die Anti-Baby-Pille oder Kortison.

 

Therapie bei Sekundären Bluthochdruck

 

Die Therapie des sekundären Bluthochdrucksrichtet sich nach dessen Ursache. Bei Regulierung der Schilddrüsenfunktion beispielsweise normalisiert sich in der Regel auch der Blutdruck. Beim Primären Hyperaldosteronismus wird häufig die betroffene Nebenniere herausoperiert und ein Medikament zur Hemmung des Aldosterons verabreicht. Beim Hypercortisolismus entfernt man den Tumor an der Hypophyse. In manchen Fällen folgt darauf eine Bestrahlung. Es kann auch notwendig sein, beide Nebennieren zu entfernen und eine Hormonersatztherapie anzuschließen. Auch beim Phäochromozytom wird ein Tumor operativ entfernt. Beim der sekundären Hypertonie durch Schlafapnoe zielt eine Behandlung in erster Linie auf die Gewichtsreduktion.5 Der Schwangerschaftshochdruck kann medikamentös behandelt werden.

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt nicht den Arztbesuch und eignet sich nicht zur Selbstdiagnose. Bei Symptomen oder Verdacht auf Bluthochdruck sowie bei Nebenwirkungen eingenommener Medikamente muss in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

 

 

 

1 http://www.internisten-im-netz.de/de_bluthochdruck-ursachen-risikofaktoren_153.html

2 http://www.apotheken-umschau.de/Bluthochdruck/Bluthochdruck-Hypertonie-Diagnose-2-18900_5.html

3 http://www.endokrinologie.net/krankheiten-conn-adenom.php

4 http://www.endokrinologie.net/cushing-syndrom.php

5 http://www.apotheken-umschau.de/Bluthochdruck/Bluthochdruck-Hypertonie-Therapie-18900_6.html

 

 

SchwangerschaftshochdruckSchwangerschaftshochdruck

Informieren Sie sich hier über Ursachen, Symptome und Möglichkeiten der Behandlung! Jetzt klicken!