Schwangerschaftshochdruck – Die medikamentöse Therapie

 

Behandlung SchwangerschaftshochdruckHin und wieder entscheidet der Arzt, bei Schwangerschaftshochdruck eine medikamentöse Therapie einzuleiten. Hierfür sind nicht alle Medikamente geeignet, die normalerweise bei Bluthochdruck eingesetzt werden. Sofern eine Senkung des Blutdrucks medikamentös behandelt werden muss, muss die Senkung behutsam geschehen, denn ein zu rasches Absinken des Blutdrucks kann eine Durchblutungsstörung in der Plazenta hervorrufen.1 Denkbare Medikamente ohne viele Nebenwirkungen bei Schwangerschaftshochdruck sind zum Beispiel Betablocker, diese blockieren die Empfangsstellen von „Stresshormonen“, Noradrenalin und Adrenalin. Ebenfalls verschrieben werden ab dem 4. Schwangerschaftsmonat Kalziumantagonisten, durch diese wird die Gefäßmuskulatur entspannt und die Gefäße werden elastischer. Andere Maßnahmen sind erforderlich, wenn zusätzlich zum Schwangerschaftshochdruck ein Eiweißverlust besteht. In diesem Fall wird die Schwangere grundsätzlich in der Klinik behandelt, denn dieser Zustand, auch Präeklampsie oder Eklampsie genannt, kann lebensbedrohlich werden.

 

 

Alternative Behandlungsmethoden von Schwangerschaftshochdruck

 

Neben medikamentösen Therapien gibt es auch andere Maßnahmen beim Schwangerschaftshochdruck, die bereits eine Blutdrucksenkung herbeiführen können. Häufig wird von den Ärzten eine körperliche und psychische Schonung der Schwangeren sowie in schwereren Fällen auch Bettruhe angeordnet. Je nach Beruf der werdenden Mutter kann es nötig sein, schon früher als geplant wegen dem Schwangerschaftshochdruck in Schwangerschaftsurlaub zu gehen und sich krankschreiben zu lassen. Zuhause ist dann die Familie gefragt – körperliche Anstrengungen sind für die Schwangere nun tabu, daher sollte sie auf jeden Fall Hilfe in Anspruch nehmen. Entspannungsübungen und ausreichend Schlaf sind bei Schwangerschaftshochdruck sinnvoll. Heilpraktiker und Homöopathen sind gute Ansprechpartner, wenn man nach alternativen Hilfsmitteln bei Schwangerschaftshochdruck sucht.

 

Riskanter Schwangerschaftshochdruck

 

Bei besonders hohem Blutdruck in der Schwangerschaft kann es zu Komplikationen kommen, sodass bei einem solch riskantemSchwangerschaftshochdruck weitere Maßnahmen nötig sind. Ab wann eine Einweisung ins Krankenhaus nötig ist, entscheidet der behandelnde Arzt.2 Dies kann der Fall sein, wenn eine permanente Beobachtung von Mutter und Kind gefordert ist, zum Beispiel, wenn sich eine Präeklampsie entstanden ist und die Mutter unter Krampfanfällen leidet. Im Krankenhaus wird dann entschieden, wie weitreichend die Maßnahmen sein müssen. Eventuell wird eine Abschirmung von Reizen herbeigeführt, indem zum Beispiel die Fenster verdunkelt und Beruhigungsmittel gegeben werden, damit keine Krampfanfälle entstehen. Vor allem bei einer Verengung oder Verkrampfung der Blutgefäße kann es zu einer Unterversorgung des Kindes kommen, sodass im Notfall eine künstliche Geburt bzw. ein Kaiserschnitt eingeleitet werden muss.3

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bitte suchen Sie, falls Sie von Schwangerschaftshochdruck betroffen sind, ihren behandelnden Arzt auf.

 

 

 

1 Dr. Klaus Undeutsch, Schnell informiert bei Bluthochdruck, 2002

2 Vgl. http://www.apotheken-umschau.de/Bluthochdruck/Bluthochdruck-Hypertonie-Therapie-18900_6.html

3 Vgl. http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_praeeklampsie-therapie_884.html