Schwangerschaftshochdruck – und jetzt?

 

Tipps schwangerschaftshochdruckUm Schwangerschaftshochdruck zu behandeln, gibt es einige hilfreiche Maßnahmen. Möglich ist eine medikamentöse oder eine nicht-medikamentöse Behandlung, je nach Schwere und Ausprägung des Schwangerschaftshochdrucks. Man unterscheidet in der Behandlung unter anderem, ob bereits vor der Schwangerschaft ein Bluthochdruck vorgelegen hat, oder ob dieser erst nach Eintreten der Schwangerschaft entstanden ist. Egal, welche Art von Bluthochdruck in der Schwangerschaft vorliegt, wichtig ist eine regelmäßige Betreuung durch den Facharzt. Dieser kann selbst kleinste Veränderungen feststellen und ggf. schon prophylaktisch handeln, bevor es zu Komplikationen kommt. Das ist besonders wichtig, da einmal eingetretene Veränderungen an der Plazenta auch durch nachträgliche Medikamente nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Bei einer medikamentösen Therapie ist zudem besondere Vorsicht bei der Einführung geboten, denn es kann infolge eines zu raschen Absinkens des Blutdrucks zu einer Durchblutungsstörung der Plazenta kommen.

 

 

Welche Behandlung bei Schwangerschaftshochdruck?

 

Eine medikamentöse Behandlung von Schwangerschaftshochdruck ist nicht immer, aber manchmal notwendig. Hier dürfen nicht alle gängigen blutdrucksenkenden Mittel eingesetzt werden, denn einige sind für das ungeborene Kind nicht verträglich und können Wachstumsschäden hervorrufen.1

Welche Medikamente unschädlich und sinnvoll sind, kann am besten der behandelnde Arzt entscheiden. Denkbar ist zum Beispiel eine Behandlung mit einem zentralen Alphablocker Methyldopa, mit Betarezeptorenblockern oder mit Dihydralazin, wobei die Meinungen auseinander gehen, was sich am besten eignet. Häufig wird aber von einer medikamentösen Therapie abgesehen, wenn die Schwangere nur unter einem leichten bis mittleren Schwangerschaftshochdruck leidet und sonst stabil ist, sowie keine begünstigenden Vorerkrankungen vorhanden sind.

 

Was kann die Schwangere selbst bei Schwangerschaftshochdruck tun?

 

Ein wichtiger Teil der Behandlung von Schwangerschaftshochdruck ist das Verhalten der Schwangeren selbst. Eine sinnvolle Hilfe gegen Schwangerschaftshochdruck sind zum Beispiel Entspannungsübungen, denn häufig entsteht der Bluthochdruck vermutlich durch Stress und psychische Belastungen. Generell ist die Entspannung bei Schwangerschaftshochdruck ein großes Thema. Die werdende Mutter sollte sich schonen, sich viel Ruhe gönnen und für ihre seelische und psychische Gesundheit sorgen. Hier ist auch die Hilfe von Angehörigen gefragt. Eine salzarme Ernährung, wie sie sonst oft bei Bluthochdruck empfohlen wird, ist in der Schwangerschaft nicht förderlich, ebenso sollte nun keine Diät begonnen werden. Leichte körperliche Tätigkeiten und sanfter Sport sind aber in der Schwangerschaft sinnvoll. Zur Unterstützung ihrer seelischen Gesundheit kann die Schwangere sich außerdem von einem Heilpraktiker beraten lassen, dieser kann einige Hausmittel bei Schwangerschaftshochdruck empfehlen und evtl. homöopathische Mittel verschreiben.2

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bitte suchen Sie, falls Sie von Schwangerschaftshochdruck betroffen sind, ihren behandelnden Arzt auf. 

 

 

 

1 Vgl. Dr. med. Klaus Undeutsch, Schnell informiert bei Bluthochdruck, 2002

2 Vgl. http://www.arznei-telegramm.de/html/1998_02/9802015_01.html