Brustschmerzen bei Bluthochdruck – Gefährlich oder harmlos?

 

Brustschmerzen BluthochdruckBrustschmerzen bei Bluthochdruck (Hypertonie) können ein ernstes Warnzeichen sein. Der Patient sollte in diesem Fall unverzüglich einen Arzt aufsuchen, um die Ursache für den Schmerz herauszufinden. Wer unter Bluthochdruck leidet und Brustschmerzen empfindet, könnte der Gefahr laufen, dass sich damit ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall ankündigt. Die Wände der Blutgefäße oder die Herzkammern können dann dem Druckanstieg beim Bluthochdruck nicht mehr standhalten. Schäden im Herz-Kreislauf-System können in diesem Fall innerhalb kurzer Zeit entstehen. Das können neben Schlaganfall und Herzinfarkt auch Herzversagen oder andere tödliche Folgeerscheinungen sein. Kommen noch andere Symptome hinzu, wie etwa Atemprobleme, ein starkes Druckgefühl im Brustkorb, Nasenbluten, verschwommenes Sehen, Lähmungen, Sprachstörungen oder Krampfanfälle, ist dies ein sicheres Zeichen, dass nun ein Notarzt gerufen werden muss.1

 

Brustschmerzen bei Bluthochdruck – andere Ursachen

 

Wenn bei Bluthochdruck Brustschmerzen auftreten, muss das nicht direkt ein Zeichen für einen Herzanfall sein, auch eine andere Krankheit oder Störung kann dahinter stecken. Man unterscheidet zwischen kardialem und nicht kardialem Brustschmerz. Der kardiale Brustschmerz entsteht durch eine Arteriosklerose, also eine Verengung der Herzkranzgefäße, und der Herzmuskel wird so nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt. Es entsteht eine Angina pectoris, auch als Herzenge bekannt. Der so entstehende Schmerz ist drückend, brennend und strahlt oft über den ganzen Oberkörper aus. Ausgelöst werden diese Brustschmerzen durch Bluthochdruck, aber auch bei körperlicher oder psychischer Anstrengung und bei starker Kälte. Ähnliche Beschwerden können bei einer Störung der Herzklappen auftreten. Bei solchen Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nicht kardiale Brustschmerzen haben eher mit Knochen, Wirbelsäule und Muskeln zu tun und nicht mit Schäden direkt am Herzen. Hier hängen Brustschmerzen nicht mit Bluthochdruck zusammen.2

 

Was tun bei Brustschmerzen durch Bluthochdruck?

 

Wenn durch Bluthochdruck Brustschmerzen auftreten, hilft es nur, den Bluthochdruck an sich zu behandeln. Generell ist es sehr wichtig, dass der Patient sich eine gesunde Lebensweise aneignet. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung, bei Übergewicht eine Gewichtsreduktion, der Verzicht auf Nikotin und das Maßhalten mit Genussmitteln wie Alkohol. Ebenso wichtig ist ausreichende und regelmäßige Bewegung sowie das Reduzieren von Stress und psychischen Belastungen. Bei einer stärkeren Hypertonie werden in der Regel blutdrucksenkende Medikamente verabreicht.

Treten beiBluthochdruck Brustschmerzen auf, ist jedoch zuerst die wichtigste Maßnahme, einen Arzt aufzusuchen. Nur dieser kann die passende Therapie verordnen.3

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 Vgl. http://www.herzstiftung.de/Blutdruck-Anstieg-Notarzt-rufen.html

2 Vgl. http://kardiologie.uki.at/page.cfm?vpath=kardiologische_ambulanz/kardambulanz/beschwerden/brustschmerz

3 Vgl. http://www.hochdruckliga.de/bluthochdruck.html