Sehstörungen bei Bluthochdruck – Notfall oder nicht?

 

Sehstoerung BluthochdruckWenn der Patient unter Bluthochdruck leidet und sich plötzlich Sehstörungen entwickeln, ist das ein ernstes Warnzeichen und es sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Je nach Begleitsymptomen sind Sehstörungen bei Bluthochdruck auch ein Fall für den Notarzt, zum Beispiel, wenn sie mit Bewusstseinstrübung, Nasenbluten, starkem Schwindel, Übelkeit und Erbrechen oder Atemnot einhergehen. Wenn Sehstörungen durch Bluthochdruck auftreten, befindet sich der Patient bereits in einem kritischen Stadium der Erkrankung, hier muss sofort gehandelt werden. Das erste Warnzeichen sind häufiger auftretende Kopf- und Augenschmerzen, diese als Symptom vorhergehen. Erst später kommt es durch den Bluthochdruck auch zu Sehstörungen. Man spricht dann von einer Hypertensiven Retinopathie, einer arteriellen Veränderung bei Bluthochdruck der Netzhaut.

 

Wie entstehen Sehstörungen bei Bluthochdruck?

 

Sehstörungen entstehen infolge von Bluthochdruck erst, wenn der Bluthochdruck bereits lange besteht oder durch eine akute plötzliche Blutdrucksteigerung. Gefäßveränderungen im Auge, wie etwa Verengungen und Erweiterungen, führen zu Blutungen und Ödemen in der Netzhaut, ebenso können Fettablagerungen und Gefäßverschlüsse im Auge auftreten und die Sehstörungen durch Bluthochdruck hervorrufen. Nicht immer müssen Sehstörungen jedoch ein Zeichen für Bluthochdruck sein, trotzdem sollte in einem solchen Fall immer ein Arzt zurate gezogen werden. Vor allem, wenn die Störungen gehäuft und/oder plötzlich auftreten, steckt meist eine ernstere Ursache dahinter. Von meist harmlosen Bindehautentzündungen bis hin zur Netzhautablösung sind viele Ursachen möglich.1

 

Was tun bei Sehstörungen durch Bluthochdruck?

 

Die Gefäßveränderungen, die die Sehstörungen bei Bluthochdruck hervorrufen, können sich wieder normalisieren, wenn der hohe Blutdruck wieder gesenkt wird. Die Behandlung bezieht sich also hauptsächlich auf den Bluthochdruck. Dieser wird wahrscheinlich mit Medikamenten behandelt, denn in einem solchen Stadium ist die Erkrankung bereits weit fortgeschritten. Daneben kann der Patient aber auch selbst einiges tun, um die Beschwerden zu lindern. Allem voran steht eine gesunde Lebensweise, die er sich spätestens jetzt aneignen sollte. Dazu gehört, sich gesund zu ernähren und zu viel Fett und Cholesterin zu meiden, sich regelmäßig sportlich zu betätigen und das Rauchen sowie die Alkoholkonsum einzuschränken. Solche Maßnahmen sind nicht nur wichtig, um den Blutdruck zu senken, sondern auch, um anderen körperlichen Erkrankungen vorzubeugen.2

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 Vgl. http://www.apotheken-umschau.de/bluthochdruck/hypertensive-retinopathie

2 Vgl. http://www.internisten-im-netz.de/de_was-ist-bluthochdruck_150.html