Niedriger Blutdruck – Eine häufige Störung

 

niedriger BlutdruckViele Menschen haben Probleme mit ihrem Blutdruck – ein niedriger oder ein hoher Blutdruck sind die häufigsten Beschwerden. Gefährlicher dabei ist der Bluthochdruck (Hypertonie), jedoch kann auch ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) zu Beschwerden führen. Bei einer Hypotonie wird gemessen an Durchschnittswerten weniger Blut durch den Körper gepumpt. Das kann verschiedene Ursachen haben. In der Regel ist jedoch keine intensive Therapie der Hypotonie notwendig, wenn der Patient bereit ist, einige Gewohnheiten zu verändern und seinen Lebensstil etwas umzustellen.

Häufiger als Männer sind Frauen von niedrigem Blutdruck betroffen, ebenso Jugendliche und Senioren. Ebenfalls kann ein niedriger Blutdruck auch in der Schwangerschaft auftreten. Generell besteht bei Hypotonie kein Grund zur Sorge, es handelt sich dabei im Allgemeinen nicht um eine gefährliche Krankheit, obwohl hin und wieder eine leichte Therapie notwendig sein kann.

 

 

Niedriger Blutdruck – Ursachen

 

Es gibt viele verschiedene Gründe, weswegen ein niedriger Blutdruck entstehen kann. Manche Menschen haben schon von Geburt an Hypotonie, hier handelt es sich dann schlicht um eine individuelle Gegebenheit im Körper. Herzerkrankungen, das Aortenbogen-Syndrom, eine Venenschwäche, Hormonstörungen verursacht durch Erkrankungen an der Schilddrüse oder Nebenniere sowie bestimmte Medikamente können verantwortlich sein für niedrigen Blutdruck, ebenso wie neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose. Gerät der Körper in einen Schockzustand oder erleidet einen Kreislaufkollaps, verringert sich die nötige Menge an Flüssigkeit, die das Blut normalerweise durch den Körper transportiert. Das gleiche gilt, wenn Blutungen innerhalb oder außerhalb des Körpers stattfinden, ebenso wie bei starken Flüssigkeitsverlust wie nach einer Magen-Darm-Erkrankung mit Erbrechen und Durchfall. In jungen Jahren bzw. in Wachstumsphasen leiden außerdem manche Menschen unter einer fehlenden Orthostase-Reaktion. Hierbei versackt Blut in den Beinen, der Körper reagiert zu langsam auf Positionswechsel.

 

Niedriger Blutdruck – Symptome

 

Die meisten Menschen merken kaum oder wenig, auch wenn ein niedriger Blutdruck vorliegt.

Symptome, die auftreten können, sind zum Beispiel

  • Schwindel,
  • „Sternchen“ vor den Augen,
  • Ohrensausen,
  • Konzentrationsmangel,
  • Schlappheit,
  • Atemnot
  • und ein schneller Puls.

 

Typisch für Menschen, bei denen ein niedriger Blutdruck festgestellt wird ist auch, dass Schwindel oder Ohnmacht besonders beim Aufstehen bzw. bei größeren Positionswechseln bemerkt werden. Gefährlich wird niedriger Blutdruck zum Beispiel in der Schwangerschaft, wenn die Pulsfrequenz so stark absinkt, dass das Kind eventuell nicht mehr richtig versorgt werden kann. Auch, wenn Herzprobleme wie eine Gefäßverengung vorliegen, kann es zu einer Unterversorgung lebenswichtiger Organe kommen. Ebenso ist Vorsicht geboten, wenn ein niedriger Blutdruck zu Ohnmachtsanfällen führt, denn in ungünstigen Situationen wie etwa beim Autofahren kann ein solcher lebensgefährlich sein.

Niedriger Blutdruck und die Behandlung

In der Regel ist die Einnahme von Medikamenten nicht nötig, wenn ein niedriger Blutdruck nicht zu größeren Beschwerden führt. Wichtig ist, sich regelmäßig zu bewegen, viel zu trinken und sich gesund zu ernähren. Ebenso gibt es spezielle Übungen für den Kreislauf, die helfen können. Bei einem akuten Absinken des Blutdruck hilft es, im Liegen die Beine hochzulegen. Auch ein starker Kaffee kann gegen den Kreislauf bei niedrigem Blutdruck wieder in Schwung bringen.1

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

1 Apotheken-umschau.de, Hypotonie, Zugriff: 26.11.2013.

 

 

 

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