Ohrensausen bei niedrigem Blutdruck

 

Ohrensausen niedriger BlutdruckOhrensausen ist auch als „Tinnitus“ bekannt und kann ein Symptom bei niedrigem Blutdruck sein. Dabei müssen solche Ohrgeräusche nicht dauerhaft auftreten, sondern oftmals vergehen sie von allein wieder oder tauchen nur ein paar Sekunden oder Minuten lang auf. Anders als bei anderen Formen des Tinnitus nehmen Patienten mit niedrigem Blutdruck die Ohrgeräusche meist als Rauschen wahr, Pfeifen und Piepen sind eher untypisch.

Ohrensausen kann aber auch viele andere Ursachen haben und muss nicht Zeichen von niedrigem Blutdruck sein. Normal sind Ohrgeräusche zum Beispiel nach einem lauten Konzert, einem Diskobesuch oder nach anderen, besonders lauten Beschallungen des Ohres, durch die das Innenohr kurzfristig beschädigt ist. Meist regeneriert sich das Ohr nach solchen Störungen von allein, manchmal ist aber auch ein dauerhafter Schaden die Folge. Ob das Ohrensausen durch niedrigen Blutdruck oder durch andere Faktoren entstanden ist, kann am besten ein HNO-Arzt erkennen.

 
Was sind Ursachen für Ohrensausen?

 

Niedriger Blutdruck kann eine der Ursachen für Ohrensausen sein, jedoch können auch viele andere Erkrankungen dies verursachen. Andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herz-Rhythmus-Störungen und Bluthochdruck können zu Ohrensausen führen, ebenso wie Krankheiten des Innenohrs wie Entzündungen oder Infektionen, Tumore oder Schwerhörigkeit. Die direkte Ursache für Tinnitus ist bislang jedoch noch nicht endgültig erforscht. Bei niedrigem Blutdruck tritt das Ohrensausen vor allem dann auf, wenn sich der Betroffene nach langem Sitzen, nach dem Bücken oder nach dem Liegen wieder aufrichtet und es zu einem Blutdruckabfall kommt. Meistens ist dann das Ohrensausen von Schwindel begleitet.

 

 


Was tun bei Ohrensausen wegen niedrigem Blutdruck?

 

Ohrensausen ist ein typisches Zeichen bei niedrigem Blutdruck, vor allem, wenn es in Kombination mit Schwindel auftritt. Eine Gefahr besteht durch das Ohrensausen bei niedrigem Blutdruck in diesem Sinne nicht, gefährlicher sind eher andere Begleitsymptome des niedrigen Blutdrucks. So kann zum Beispiel der Schwindel im Straßenverkehr Probleme verursachen, ebenso können andere Beschwerden wie Atemnot, Herzrasen, ständige Müdigkeit oder Konzentrationsmangel belastend sein. Daher ist es ratsam, bei häufigen Ohrgeräuschen einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen zu klären. Dieser wird wahrscheinlich den zugrunde liegenden niedrigen Blutdruck behandeln, wodurch dann auch das Ohrensausen verschwinden sollte. Wichtig ist zum Beispiel, sich immer langsam und nicht ruckartig aufzurichten, damit das Blut nicht versackt.1

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 Vgl. apotheken-umschau.de / Weitere-koerperliche-Ursachen-fuer-Tinnitus