Gesteigertes Schlafbedürfnis bei niedrigem Blutdruck

 

gesteigertes Schlafbeduerfniss niedriger BLutdruckWenn man tagsüber ein gesteigertes Schlafbedürfnis bemerkt, kann das mit einem niedrigem Blutdruck zu tun haben. Ein gesteigertes Schlafbedürfnis kann für Betroffene zu einer echten Belastung werden. Sie fühlen sich ständig müde, ausgelaugt und lustlos und ein normaler Arbeitsalltag kann ohne einen Mittagsschlaf zur Qual werden – die wenigsten Arbeitsplätze verfügen jedoch über einen Schlafplatz. Etwa zwei bis vier Prozent der Bevölkerung leiden an zu niedrigem Blutdruck, die Erkrankung kommt vor allem hier in Deutschland vergleichsweise häufig vor.

Das Gehirn ist bei zu niedrigem Blutdruck etwas weniger durchblutet als bei Menschen mit normalen Blutdruckwerten, wodurch ein gesteigertes Schlafbedürfnis entstehen kann. Besonders häufig betroffen sind Jugendliche in der Pubertät, Senioren, sehr schlanke Menschen, Schwangere und Stillende, Menschen nach einem starken Gewichtsverlust und auch Menschen, die Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmittel und verschiedene andere Medikamente einnehmen. Tendenziell sind Frauen häufiger betroffen als Männer.

 

 

 
Gesteigertes Schlafbedürfnis – Woran kann das liegen?

 

Ein gesteigertes Schlafbedürfnis kann ein Zeichen von niedrigem Blutdruck sein, doch es sind viele andere Ursachen möglich. Wer wenig trinkt, ist in der Regel häufiger und schneller müde als andere. Auch eine ungesunde Ernährung kann ein gesteigertes Schlafbedürfnis verursachen, ebenso wie zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung und zu wenig frische Luft. Andererseits kann auch eine körperliche Überforderung dazu führen, dass ein gesteigertes Schlafbedürfnis entsteht.

Unter- und Übergewicht, Vitaminmangel und äußere Umstände wie starke Hitze, Stress, Probleme oder ständige geistige Über- oder Unterforderung können ebenfalls Müdigkeit auslösen. Ob ein gesteigertes Schlafbedürfnis also tatsächlich die Ursache in zu niedrigem Blutdruck hat, lässt sich schwer sagen.1 Deutlicher ist es, wenn zusätzlich noch weitere Symptome von niedrigem Blutdruck auftreten, wie kalte Hände, Schwindel beim Aufstehen, Reizbarkeit, Ohrensausen oder Augenflimmern.


Was tun, wenn ein gesteigertes Schlafbedürfnis wegen niedrigem Blutdruck vorliegt?

 

Ein gesteigertes Schlafbedürfnis kann ziemlich belastend sein und daher sollte man mit dem Arzt die Ursachen dafür abklären. Die Gefahr besteht vor allem, wenn durch die Müdigkeit auch die Konzentration abnimmt und so verheerende Fehler geschehen können. Besteht ein niedriger Blutdruck, kann dieser mit einigen Maßnahmen behandelt werden. So ist es wichtig, sich ausreichend zu bewegen und täglich viel zu trinken, sich gesund und ausgewogen zu ernähren und sich möglichst tagsüber immer mal Abwechslung in den Alltag zu bringen – sei es durch einen Spaziergang oder eine andere Aktivität. Hin und wieder ein Kaffee oder schwarzer Tee kann zumindest kurzzeitig den Kreislauf wieder fit machen, außerdem kann es langfristig helfen, Stress und Belastungen im Alltag zu meiden.2

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 Vgl. hilfe-bluthochdruck.de / Warum kann ein niedriger Blutdruck schaden

2 Vgl. welt.de / Niedriger Blutdruck macht muede schlapp und lustlos