Wetterfühligkeit bei niedrigem Blutdruck – Woher kommt das?

 

Wetterfühligkeit ist bei Patienten mit niedrigem Blutdruck keine Seltenheit. Das liegt daran, dass Luftdruckschwankungen sich auch auf den Blutdruck auswirken können. Besonders macht Betroffenen der Wechsel von kalt auf warm zu schaffen, zum Beispiel, wenn es nach einem kalten Winter plötzlich einen rapiden Temperaturanstieg gibt. Das führt zu einem zusätzlichen Abfall des Blutdrucks, wodurch die Symptome des niedrigen Blutdrucks noch verstärkt werden können.

Wer also bemerkt, dass er bei einem solchen Temperaturwechsel unter Symptomen wie Schwindel, Ohrensausen, Appetitlosigkeit, einem erhöhten Schlafbedürfnis und unter Konzentrationsschwierigkeiten leidet, der sollte bei einer solchen Wetterfühligkeit einen Arzt aufsuchen – das können wichtige Hinweise auf zu schwachen Blutdruck sein.1

 

 


Wie äußert sich Wetterfühligkeit und wie entsteht sie?

 

Viele Menschen behaupten, unter Wetterfühligkeit zu leiden, jedoch sind nur etwa 10 Prozent der Bevölkerung tatsächlich von körperlichen Problemen durch das Wetter belastet. Solche Belastungen können sich durch unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung und Gereiztheit äußern, häufig wird auch berichtet, dass sich bestimmte Krankheitssymptome bei einem Wetterumschwung verschlechtern, wie etwa bei Migräne, Rheuma oder Rückenschmerzen. Dabei sind empfindliche Menschen vor allem dann betroffen, wenn sich das Wetter rapide ändert, zum Beispiel, wenn es eine große Temperaturveränderung gibt. Für Patienten mit niedrigem Blutdruck ist typisch, dass bei einem veränderten Luftdruck der Kreislauf schneller „schlapp macht“ – Schwindel, Erschöpfung, Müdigkeit und Ohrensausen werden dann stärker wahr genommen.


Was tun bei Wetterfühligkeit wegen niedrigem Blutdruck?

 

Wetterfühligkeit kann ein Zeichen bei niedrigem Blutdruck sein, jedoch halten sich wesentlich mehr Menschen für wetterfühlig, als sie es tatsächlich sind. Oft wird das Wetter auch „vorgeschoben“, um sich bestimmte Symptome zu erklären. Bei ihnen hilft es bereits, sich gegen Temperaturschwankungen abzuhärten, zum Beispiel öfter mal bei Sturm und Regen spazieren zu gehen und den Körper daran zu gewöhnen, auch bei wechselnden Temperaturen zu „funktionieren“. Bevor man das versucht, sollte jedoch abgeklärt sein, dass auch tatsächlich kein gesundheitlicher Grund für die Wetterfühligkeit vorliegt. Wenn die Wetterfühligkeit durch niedrigen Blutdruck entsteht, sollte der Blutdruck an sich behandelt werden. Welche Maßnahmen hier sinnvoll sind, sollte man dem Arzt besprechen.2

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 Vgl. 3sat.de / Schwankender Druck. Der Luftdruck lässt viele das Wetter fühlen

2 Vgl. apotheken-umschau.de / Wetterfuehligkeit