Aortenbogen-Syndrom in Zusammenhang mit niedrigem Blutdruck

 

Aortenbogen syndromDas Aortenbogen-Syndrom, auch als Takayasu-Arteriitis bekannt, ist eine der Ursachen für niedrigen Blutdruck. Als Aorta wird die Hauptschlagader des Körper bezeichnet, von der die sogenannten Schlüsselarterien abgehen, die die Arme mit Blut versorgen. Normalerweise fließt also das Blut durch einige Abzweigungen in die Schlüsselarterien. Wie diese Abzweigungen jedoch verengt sind, wie es beim Aortenbogen-Syndrom der Fall ist, kann das Blut nicht ausreichend durch den Oberkörper transportiert werden. Daher herrscht besonders im Oberkörper niedriger Blutdruck, der sich zum Beispiel durch Schwindel oder kalte Hände äußert.

Das Aortenbogen-Syndrom entsteht durch eine chronische Entzündung, deren Ursache bislang noch nicht geklärt werden konnte. Betroffen sind besonders häufig junge Frauen. Es bilden sich an den Gefäßwänden sogenannte Granulome, eine Art kleines Knötchen aus Gewebe. Das kann nicht nur zum Aortenbogen-Syndrom und niedrigem Blutdruck führen, sondern bis hin zum Gefäßverschluss.

 

Wie erkennt man das Aortenbogen-Syndrom?

 

Niedriger Blutdruck ist nur eines der Zeichen für das Aortenbogen-Syndrom, auch andere Symptome können darauf hinweisen. Typisch sind zum Beispiel Durchblutungsstörungen im Körper, teilweise können auch Schmerzen in den betroffenen Regionen hinzu kommen. Diese Schmerzen verschlimmern sich bei Belastung. Ist der Bereich bzw. die Arterien betroffen, die das Gehirn versorgen, kann es aufgrund der geringen Durchblutung auch zu Sehstörungen, Denkstörungen, zu Schwindel oder zu Gesichtsfeldausfällen kommen. Im ungünstigsten Fall kann ein Aortenbogen-Syndrom einen Schlaganfall zur Folge haben, ebenso wie einen Herzinfarkt oder den Ausfall bzw. die Unterversorgung betroffener Organe. Darin liegt die größte Gefahr des Aortenbogen-Syndroms und dem extrem niedrigen Blutdruck. Bestimmte Sonderformen der Erkrankung lassen auch Hautveränderungen erkennen, wie etwa Ausschläge oder extrem weiße Finger.

 

Wie kann man das Aortenbogen-Syndrom verhindern?

 

Da die Ursache für das Aortenbogen-Syndrom bislang nicht bekannt ist, ist es schwer, gezielt etwas vorbeugend gegen die Krankheit zu unternehmen. Wichtig ist, dass bei niedrigem Blutdruck stets genau die Symptomatik im Auge behalten und außerdem ein Facharzt konsultiert wird. Dieser wird entsprechende Tests durchführen. Ein sehr schwacher Puls an bestimmten Körperstellen wird ihn bei niedrigem Blutdruck wahrscheinlich aufmerksam machen und zur Folge haben, dass zum Beispiel Untersuchungen wie Ultraschall, DSA (Digitale-Substraktions-Angiographie) oder eine Computertomographie durchgeführt werden.

 

Was tun beim Aortenbogen-Syndrom und niedrigem Blutdruck?

 

Liegt ein niedriger Blutdruck infolge eines Aortenbogen-Syndroms vor, ist es wichtig, schnell zu handeln. Ein wichtiges Mittel ist hier Cortison, um die Entzündungsprozesse einzudämmen. Zudem werden blutverdünnende Maßnahmen ergriffen. Später sind eventuell Operationen nötig, die die betroffenen Gefäße wieder weiten. Um den Körper ansonsten gesund zu halten und keine weiteren Krankheiten, Verkalkungen oder Unterversorgungen zu hervorzurufen ist es wichtig, dass der Patient auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achtet, viel Flüssigkeit zu sich nimmt und sich regelmäßig an der frischen Luft bewegt. Es gilt aber, dazu ausführlich den Arzt zu befragen. Dieser kann bezüglich der hilfreichen Maßnahmen die besten Hinweise liefern.1

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 www.rheuma-online.de, Takayasu-Arteriitis, Zugriff: 22.11.2013.