Erbanlagen als Ursache für niedrigen Blutdruck

 

Erbanlagen niedriger BlutdruckErbanlagen können durchaus die Ursache für niedrigen Blutdruck sein. Dabei sind leichte Abnormitäten vorhanden, die entweder durch die Eltern vererbt wurden oder die das Kind bereits im Mutterleib durch verschiedene Umstände erworben hat. Um zu verstehen, welche Erbanlagen hierbei eine Rolle spielen, muss man einiges über den Blutkreislauf wissen. So werden zum Beispiel die Gefäße der Schlagadern weniger geweitet, da bei niedrigem Blutdruck weniger Blut durch die Adern fließt.

Darauf reagiert das Gehirn mit einem Gegenbefehl, der anstrebt, den Blutdruck zu erhöhen. Zudem wird von den Nieren das Hormon Renin ausgeschüttet, wenn der Blutdruck zu niedrig ist. Dieses Hormon setzt ebenfalls eine Abfolge von Aktionen im Körper in Gang, damit der Blutdruck sich wieder erhöht. Diese Abläufe geschehen in jedem Körper, jedoch nicht immer in der gleichen Stärke und Schnelligkeit. Wenn die internen Prozesse allgemein etwas schwächer ausfallen, dann kann niedriger Blutdruck Zeichen für derartige Erbanlagen sein.

 

 

Niedriger Blutdruck durch Erbanlagen – Die Diagnose

 

Es gibt neben Erbanlagen noch einige andere Ursachen, die zu einem niedrigen Blutdruck führen können. Damit der Arzt herausfinden kann, welche der Ursachen zugrunde liegt, muss er einige Tests machen. Gerne wird der sogenannte Schellong-Test angewandt. Dabei wird in einem Abstand von 30 bis 60 Sekunden immer wieder Pulsfrequenz und Blutdruck gemessen, gleichzeitig geschieht oft eine Messung der elektrischen Aktivität des Herzens (EKG). Diese Messungen geschehen in verschiedenen Sitz-, Steh- und Liegepositionen. Andere Methoden sind die Untersuchung auf dem Kipp-Tisch sowie Ultraschall- und Blutuntersuchungen.

 

Was tun bei niedrigem Blutdruck durch Erbanlagen?

 

Sind die Erbanlagen entsprechend gegeben, ist es schwierig, den niedrigen Blutdruck ursächlich zu heilen. Oftmals ist auch keine Therapie notwendig, wenn der Patient keine Beschwerden oder Einschränkungen erfährt. Meist ist der niedrige Blutdruck durch Erbkrankheiten keine ernste Gefahr. Ansonsten gibt es einige Medikamente, die den Blutdruck wieder „in Schwung“ bringen können. Dazu gehören Sympathomimetika, ein Mittel, das den Blutdruck steigen lässt, indem es direkt auf das Herz und die Blutgefäße wirkt. Bei einer bestimmten Form des niedrigen Blutdrucks, der orthostatischen Hypotonie, werden in schweren Fällen auch Alpha-Adrenorezeptor-Agonisten eingesetzt.

 

Was kann der Patient bei solchen Erbanlagen tun?

Im Grunde gilt für den Patienten, selbst Maßnahmen zu ergreifen, um gegen den niedrigen Blutdruck durch Erbanlagen vorzugehen. Damit werden meist Medikamente überflüssig gemacht. Zwar kann man ursächlich eher wenig gegen die Erbanlagen tun, aber einige Maßnahmen lindern die Symptome deutlich. Wichtig sind zum Beispiel regelmäßige Bewegung, kreislaufwirksame Übungen wie Wechselduschen und auch hin und wieder eine Tasse Kaffee oder schwarzen Tee. Zudem ist es für Patienten mit niedrigem Blutdruck durch Erbanlagen wichtig, mindestens zwei Liter am Tag zu trinken. Trotzdem ist es sinnvoll, beim Verdacht auf niedrigen Blutdruck zunächst einen Facharzt aufzusuchen.1

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 www.apotheken-umschau.de, Niedriger Blutdruck, Zugriff: 21.11.2013.