Herzerkrankungen als Ursache für niedrigen Blutdruck

 

HerzerkrankungenBesonders bei der sekundären Hypotonie können Herzerkrankungen als Ursache in Betracht gezogen werden. Dazu gehören Herzklappenverengungen oder die Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz). Zu einer Herzinsuffizienz kommt es zum Beispiel, wenn das Herz durch einen Herzinfarkt geschwächt wurde oder zuvor lange Bluthochdruck bestand. Das bedeutet, dass das Herz nicht mehr kräftig genug ist, um ausreichend Blut in den Körper zu pumpen, wodurch es zu einem niedrigen Blutdruck kommen kann. Bei der Herzklappenverengung ist die Aortenklappe verengt, sodass nur noch geringere Mengen Blut durch sie hindurch gepumpt werden kann. So können Herzerkrankungen also durchaus Auslöser sein für niedrigen Blutdruck, wenn solche Störungen des Herz-Kreislauf-Systems auftreten.1

 

 

Niedriger Blutdruck – Herzerkrankungen oder andere Ursachen?

 

Natürlich sind Herzerkrankungen nicht die einzigen Ursachen für zu niedrigen Blutdruck, zahlreiche Gründe kommen hierfür in Frage. Wer unter niedrigem Blutdruck leidet, sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass dieser ein Zeichen für Herzerkrankungen sein kann. Symptome für beispielsweise eine Herzinsuffizienz sind eine verminderte Leistungsfähigkeit, bei körperliche Belastung kommt es schneller zu Atemnot und es müssen häufig Pausen eingelegt werden. Außerdem kann es zu Wassereinlagerungen vor allem an Knöcheln und Fußrücken kommen. Die Herzklappenverengung macht sich bemerkbar durch Herzrhythmusstörungen, ebenfalls Wassereinlagerungen und Luftnot, blau verfärbte Haut, Schwäche und teilweise Bewusstseinsstörungen. Wichtig ist, dass bei solchen und ähnlichen Beschwerden auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden muss. Dieser kann herausfinden, ob Herzerkrankungen im Zusammenhang mit niedrigem Blutdruck vorliegen oder andere Ursachen in Frage kommen.

 

Herzerkrankungen und niedrigen Blutdruck verhindern

 

Wenn erst einmal Herzerkrankungen vorliegen und eine der Begleiterscheinungen niedriger Blutdruck ist, sollte die Behandlung immer ursächlich verlaufen. Wenn die Herzerkrankungen erfolgreich therapiert werden konnten, gibt sich in der Regel auch der niedrige Blutdruck. Bei einer Herzmuskelschwäche werden in der Regel Medikamente eingesetzt, zum Beispiel ACE-Hemmer, Diuretika oder Digitalisglykoside. Eine Herzklappenverengung wird oft operativ durch einen Katheter behandelt, es gibt jedoch auch hier medikamentöse Maßnahmen, die helfen können. In der Regel gilt, dass zunächst die Herzerkrankung geheilt bzw. therapiert werden muss, bevor der niedrige Blutdruck im Mittelpunkt der Behandlung steht. Es kann lediglich sein, dass ein Wechsel der Herzmedikamente angesetzt wird, falls durch die Nebenwirkungen der verordneten Medikamente die Symptome des niedrigen Blutdrucks zu stark werden.

 

Was tun bei niedrigem Blutdruck durch Herzerkrankungen?

 

Allgemein sollte bei Beschwerden und möglichen Herzerkrankungen immer ein Facharzt aufgesucht werden. Maßnahmen, die sonst zur Blutdrucksenkung unternommen werden können, sind bei Herzerkrankungen mit Vorsicht anzuwenden, da hier andere Bedingungen herrschen können. Allgemein gültig ist jedoch, dass viel trinken, ausgewogen essen und in Maßen regelmäßig bewegen generell gesundheitsfördernd ist. Wer durch die Herzerkrankung niedrigen Blutdruck hat, läuft Gefahr, unter Atemnot zu leiden – daher sollten größere Anstrengungen gemieden werden. Wenn durch die Hypotonie hin und wieder Schwindel oder Kreislaufbeschwerden auftreten, können Wechselduschen und kreislauf-stabilisierende Maßnahmen helfen.2,3

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1  www.apotheken-umschau.de, niedriger Blutruck, Zugriff: 21.11.2013.

2  http://www.chirurgie-portal.de, Ballondilatation Herzklappenstenose, Ballonkatheter, Valvuloplastie, Zugriff: 21.11.2013.

3 www.patientenleitlinien.de, Herzinsuffizienz, Zugriff: 21.11.2013.