Hormonstörung als Ursache für niedrigen Blutdruck

HormonschwaecheMögliche Ursachen für niedrigen Blutdruck können Hormonstörungen sein. Hierbei sind die Schilddrüse oder die Nebennieren in ihrer Funktion gestört, was einen direkten Einfluss auf die Hormonproduktion hat. So kann zum Beispiel durch einen Mangel des Schilddrüsenhormons eine Schilddrüsenunterfunktion entstehen. Diese entsteht entweder durch Entzündungen, durch Fehlfunktionen des Gehirns im Hypothalamus oder in der Hypophyse sowie auch infolge einer Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion. Selten ist die Schilddrüsenunterfunktion angeboren. Eine der Symptome für die Unterfunktion kann ein langsamer Herzschlag und damit einhergehender niedriger Blutdruck sein. Wer dazu neigt, häufiger einen Kreislaufkollaps durch niedrigen Blutdruck zu erleiden, der kann auch an einer Nebennieren-Unterfunktion als Zeichen von Hormonstörungen leiden. Bei dieser Krankheit können zahlreiche Störungen des Hormonhaushalts auftreten, die den Körper beeinflussen.

Wie erkennen, ob Hormonstörungen zu niedrigem Blutdruck führen?

Es gibt zwar viele Gründe für niedrigen Blutdruck, jedoch müssen bei der Diagnosefindung Hormonstörungen als mögliche Ursache mit einbezogen werden. Eine Schilddrüsenunterfunktion äußert sich zum Beispiel durch Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme, Haarausfall, blasse Haut, ständige Verstopfung, eine heisere und verwaschene Sprache, wenig sexuelle Lust und Flüssigkeitsansammlungen im Körper, wie etwa in den Augenlidern. Die Unterfunktion der Nebennieren und die damit zusammenhängenden Hormonstörungen zeigen sich auf ganz ähnliche Weise. Hinzu kommen hier unter anderem noch eine Immunschwäche und häufige Erkältungen, Rückenschmerzen, Muskelzuckungen, eine Neigung zu Allergien, eine verlangsamte Heilung bei Verletzungen, Schweißausbrüche und ein häufiger Harndrang. Wenn solche oder ähnliche Symptome zusammen mit dem niedrigen Blutdruck auftreten, liegt eine Hormonstörung als Diagnose nahe. Wichtig ist, auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen, um den Grund für solche Beschwerden und eine Gefahr durch Hormonstörungen bei niedrigem Blutdruck frühzeitig zu erkennen.

Diagnose der Hormonstörungen

Letztlich können nur verschiedene Tests Aufschluss darüber geben, ob eine Hormonstörung vorliegt und damit der Grund für den niedrigen Blutdruck ist. So wird zum Beispiel der Blutspiegel von Kalum, Natrium, Cortisol und ACTH bestimmt und der Hormonwert im Speichel, um eine Unterfunktion der Nebennieren zu erkennen. Für eine Schilddrüsenunterfunktion wird im Blut der TSH-Wert bestimmt, dieser ist bei einer Unterfunktion erhöht. Ansonsten kommt auch eine Ultraschalluntersuchung und eine Untersuchung mit Kontrastmitteln in Frage. Aus diesen Ergebnissen kann der Arzt den Grad der Schädigung ermitteln und mit der Behandlung der Hormonstörungen beginnen.

Therapie der Hormonstörungen bei niedrigem Blutdruck

 

Was man bei einem niedrigen Blutdruck durch Hormonstörungen tun kann, kann letztlich nur der Facharzt entscheiden. Liegen tatsächlich Unterfunktionen vor, müssen diese prioritär behandelt werden. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion müssen von nun an Medikamente genommen werden, um die Störungen auszugleichen. Das gleiche gilt für die Nebennierenunterfunktion, auch hier müssen gegen die Hormonstörungen nun die fehlenden Hormone künstlich zugeführt werden. In der Regel erfolgen diese Therapien lebenslang. Wenn sich die Unterfunktionen so ausgleichen lassen, wird auch der niedrige Blutdruck verbessert werden. Der Patient selbst sollte zusätzlich einiges für eine gesunde Lebensführung tun.1,2 

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 Apotheken-umschau.de, Schilddrüsenunterfunktion, Zugriff: 24.11.2013.

2 http://naturheilpraxis-hollmann.de/Nebennieren Zugriff: 24.11.2013.