Niedriger Blutdruck durch Nebenwirkungen von Medikamenten

 

Bestimmte Nebenwirkungen von Medikamente können niedrigen Blutdruck auslösen. Dazu gehören Diuretika, Antidepressiva und Antipsychotika. Diuretika werden zum Entwässern des Körpers eingesetzt, vor allem bei einer vorhandenen Herzschwäche. Beeinflusst wird so aber der Elektrolyte- und Flüssigkeitshaushalt, sodass es bei diesen Medikamenten zu Nebenwirkungen wie niedrigem Blutdruck, Mundtrockenheit, Sehstörungen und Wadenkrämpfen kommen kann.1 Auch Antidepressiva sind Medikamente, die Nebenwirkungen wie niedrigen Blutdruck zur Folge haben können. Sie werden bei Depressionen eingesetzt, aber auch bei Angsterkrankungen, starkem Stress oder bei Schlaf- und Essstörungen verordnet. Besonders blutdrucksenkend wirken die sogenannten trizyklischen Antidepressiva, weniger die Serotoninwiederaufnahmehemmstoffe (SSRI). Andere Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Müdigkeit und Verstopfung.2 Zu niedrigem Blutdruck können ebenfalls Antipsychotika (auch: Neuroleptika) aus der Gruppe der Phenotiazine führen, die bei verschiedenen Psychosen eingesetzt werden.3

 

Hängt die Hypotonie mit Medikamenten Nebenwirkungen zusammen?

 

Die Nebenwirkungen von Medikamenten können leicht zu niedrigem Blutdruck führen, je nachdem, welche Medikamente eingenommen werden. Wenn direkt nach der Einnahme von Diuretika, Antidepressiva oder Antipsychotika plötzlich ein niedriger Blutdruck auftritt, liegt nahe, dass dieser durch die Nebenwirkungen der Medikamente ausgelöst wurde. Wenn durch den niedrigem Blutdruck Beschwerden wie Kreislaufprobleme auftreten, sollte auf jeden Fall der behandelnde Arzt darüber informiert werden. Eventuell kann dieser ein alternatives Medikament verordnen. Die Gefahr bei niedrigem Blutdruck durch Medikamenten Nebenwirkungen ist, dass durch ihn weitere Komplikationen entstehen, die als zusätzliche Belastung wahrgenommen werden.

 

 

Was tun bei niedrigem Blutdruck durch Medikamenten Nebenwirkungen?

 

Einige Symptome weisen auf einen niedrigen Blutdruck hin, der durchaus durch die Nebenwirkungen der Medikamente entstanden sein kann. Dazu gehören Ohrensausen, Schwindel, Herzklopfen, Schwarzwerden vor den Augen und kalte Hände und Füße. Wenn diese Beschwerden auf den Patienten belastend wirken, kann über einen Wechsel des Medikaments nachgedacht werden. Es gibt Medikamente, die andere Nebenwirkungen haben und daher nicht die Gefahr von niedrigem Blutdruck bergen, jedoch trotzdem die gleiche positive Wirkung bringen. Wichtig für den Patienten ist es, mit dem Arzt abzusprechen, welche Maßnahmen nun sinnvoll sind. Wenn kein Wechsel des Präparats angeordnet wird, ist es eventuell angebracht, etwas eigenständig gegen den niedrigen Blutdruck zu tun.

 

Maßnahmen gegen niedrigen Blutdruck bei Medikamenten Nebenwirkungen

 

Der Patient selbst kann etwas gegen die Medikamenten Nebenwirkungen tun und dafür sorgen, dass sein Blutdruck nicht durch andere Einflüsse noch weiter absackt. So kann es hilfreich sein, bei Schwindel oder Kreislaufproblemen immer nur langsam aufzustehen und schnelles Aufstehen, Bücken oder andere Positionswechsel zu vermeiden. Zudem helfen Wechselduschen und Dehn- und Streckübungen, das Blut wieder in Wallung zu bringen. Ein gesunder Lebensstil, bei dem der Patient Zigaretten und Alkohol meidet, auf eine gesunde Ernährung achtet und viel Wasser trinkt, wirken dem niedrigen Blutdruck zudem positiv entgegen.4

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 http://www.medizinfo.de/kardio/herzinsuffizienz/diuretika.shtml Zugriff: 24.11.2013.

2  http://www.neuropsychiatrie.org Merkblatt zur Behandlung mit Antidepressiva, Zugriff: 24.11.2013.

3 http://www.angst-panik-hilfe.de/medikamente-angstbehandlung.html Zugriff: 24.11.2013.

4 Apotheken-umschau.de, Hypotonie, Zugriff: 24.11.2013.