Neurologische Erkrankungen als Erklärung für niedrigen Blutdruck

 

Es gibt einige neurologische Erkrankungen, die der Auslöser für niedrigen Blutdruck sein können. Dazu gehören zum Beispiel Nervenerkrankungen wie die diabetische Polyneuropathie. Dabei unterscheidet man zwischen der peripheren und der autonomen Polyneuropathie. Bei diesen neurologischen Erkrankungen ist es die autonome Polyneuropathie, die einen niedrigen Blutdruck auslösen kann. Sie beeinflusst den Herzschlag, sorgt für eine Pulsstarre und einem Schwindel beim Aufstehen, da der Blutdruck hier rapide absinkt. Andere neurologische Erkrankungen, die einen niedrigen Blutdruck hervorrufen können, sind unter anderem Multiple Sklerose oder Erkrankungen an der Hypophyse im Gehirn. Schädigungen im Gehirn können Hormonstörungen zur Folge haben, die wiederum einen niedrigen Blutdruck hervorrufen. So kann zum Beispiel ein Mangel an dem Hormon TSH den Blutdruck dauerhaft senken, es wird in der Schilddrüse gebildet. Wenn in der Produktion des TSH Störungen auftreten, hat dies seine Ursache oft in einer Schädigung des Hypophysenvorderlappens.1, 2, 3

 

Niedriger Blutdruck durch neurologische Erkrankungen – Die Diagnose

 

Die Symptome für neurologische Erkrankungen sind ebenso vielfältig wie die verschiedenen Krankheitsbilder. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Thesen erstellen, aufgrund derer neurologische Erkrankungen vorliegen. Wenn ein niedriger Blutdruck für Beschwerden sorgt, wird der Arzt verschiedene Tests machen, um der Ursache dafür auf den Grund zu gehen. Zunächst wird er mehrere Blutdruckmessungen vornehmen und die Kreislauffunktionen prüfen. Zudem wird er das Herz mittels eines EKGs untersuchen und in manchen Fällen auch Ultraschall- und Blutuntersuchungen durchführen. So kann zum Beispiel eine Erkrankung der Schilddrüse, die durch neurologische Erkrankungen entstanden sein kann, erkannt werden.

 

Wie mit neurologischen Erkrankungen bei niedrigem Blutdruck umgehen?

 

Wenn neurologische Erkrankungen vorliegen, ist ein niedriger Blutdruck oft eher eines der geringeren Probleme. So können zum Beispiel Taubheitsgefühle, Kribbeln und Brennen in den Gliedmaßen, Magen-Darm-Störungen, Schmerzen, Müdigkeit, Schluckstörungen oder Blasenstörungen weitere Anzeichen für neurologische Erkrankungen sein, jedoch müssen sie noch lange nicht zwangsläufig damit in Verbindung stehen. Wichtig ist, dass die Ursache für die Erkrankungen behandelt wird. So wird auch die Gefahr von niedrigem Blutdruck durch neurologische Erkrankungen gemindert.

 

Was tun bei neurologischen Erkrankungen und niedrigem Blutdruck?

 

Da ein niedriger Blutdruck Zeichen von neurologischen Erkrankungen sein kann, sollten diese in der Diagnosefindung nicht ausgeschlossen werden. Vor allem, wenn andere typische Symptome auftreten, sollten Untersuchungen des Gehirns stattfinden. Mit Labortests, einem EEG, CT oder MRT und anderen Verfahren kann bereits erkannt werden, welche Bereiche im Gehirn nicht mehr richtig funktionieren. Daraufhin kann dann die richtige Behandlung eingeleitet werden. Diese umschließt in vielen Fällen die Einnahme von Medikamenten, es kann aber auch eine Operation notwendig sein. Oft wird der Arzt dem Patienten auch Verhaltenshinweise geben, die dieser von nun an einhalten muss.4, 5

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 http://www.ms-ratgeber.de/was_ist_ms.html Zugriff: 25.11.2013.

2 http://www.dkv.com, Diabetische Polyneuropathie, Zugriff: 25.11.2013.

3 http://www.novonordisk.de/media/Pat_HGH/GHT_PatBro_Hypophyse.pdf Zugriff: 25.11.2013.

4 www.apotheken-umschau.de, Hypotonie, Zugriff: 25.11.2013.

5 http://www.curado.de/neurologische-erkrankungen-diagnose-3512/ Zugriff: 25.11.2013.