Venenschwäche – Ein möglicher Auslöser für niedrigen Blutdruck

 

Venenschwaeche niedriger BlutdruckEine Venenschwäche kann entweder angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Sie ist einer der Ursachen für niedrigen Blutdruck. Dabei erweitern sich die Venen, sodass die Venenklappen zu klein werden und nicht mehr richtig schließen können. Dadurch fließt das Blut zurück in die Beine und wird nur noch unzureichend zum Herzen transportiert. Der Druck in den Venen erhöht sich und die Beine werden nicht mehr ausreichend versorgt, da das Blut aufgrund des Rückstaus nicht mehr schnell genug abgepumpt werden kann. Im Laufe der Zeit sind erst die oberflächlichen Venen betroffen, später dann auch die größeren und tiefer liegenden Venen. Die Ursachen für die Venenschwäche können bereits angelegt sein oder durch den Alterungsprozess ausgelöst werden. Auch andere Risikofaktoren begünstigen den niedrigen Blutdruck durch die Venenschwäche, zum Beispiel Medikamente wie die Antibabypille oder Genussmittel wie Nikotin.

Erkennung einer Venenschwäche als Ursache für niedrigen Blutdruck

 

Es gibt einige Hinweise, die auf eine Venenschwäche hinweisen und somit als Erklärung für niedrigen Blutdruck in Frage kommen. Typisch für eine Venenschwäche sind zum Beispiel ein schweres oder taubes Gefühl in den Beinen, Juckreiz und Schmerzen, Schwellungen, nächtliche Wadenkrämpfe oder auch Krampfadern, die nach außen sichtbar sind. Auch Besenreiser an den Beinen können einen Hinweis auf eine eventuelle Venenschwäche geben. Im fortgeschrittenen Stadium können die Beine auch Verfärbungen, Gewebeverhärtungen, Wassereinlagerungen oder Geschwüre aufweisen. Wichtig ist, direkt bei den ersten Anzeichen einer Venenschwäche zu einem Arzt zu gehen, um die Ursachen abklären zu lassen. Niedriger Blutdruck ist nur eine der wenigen Auswirkungen, die ein solches Venenleiden nach sich ziehen kann.

 

Venenschwäche bei niedrigem Blutdruck – Risikofaktoren

 

Man kann durch das Vermeiden bestimmter Risikofaktoren Vorkehrungen treffen. Besonders oft entstehen Venenleiden neben Anlage und Alterserscheinung auch durch hormonelle Einflüsse. Dazu gehören neben der Antibabypille alle hormonellen Prozesse, die einen starken Hormonwandel mit sich bringen, wie etwa eine Schwangerschaft. Generelle Risikofaktoren sind außerdem Übergewicht, ein Mangel an Bewegung, enge Kleidung und hohe Schuhe, Rauchen und ständiges langes Stehen oder Sitzen. Gymnastik und Sport, regelmäßiges Hochlagern der Beine, der verantwortungsvolle Umgang mit Alkohol und Nikotin sowie das kalte Abduschen der Beine können hilfreich sein, um eine Venenschwäche und damit die Gefahr von niedrigem Blutdruck und anderen Auswirkungen zu vermeiden.1

 

Was tun bei Venenschwäche und niedrigem Blutdruck?

 

Es ist wichtig, bei einer diagnostizierten Venenschwäche nicht nur etwas gegen den niedrigen Blutdruck zu tun, sondern auch spätestens ab jetzt ein „venengesundes“ Leben zu führen. Neben den oben genannten Maßnahmen sind physikalische Therapien wie Venenverbände und Kompressionsstrümpfe sinnvoll, ebenso gibt es einige pflanzliche Präparate, die helfen können. Ansonsten sind operative Eingriffe nötig, wie etwa das Legen eines Katheters, die Verödung der betroffenen Adern oder eine Behandlung mit Lasern, Radiowellen oder Dampf.2

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bitte suchen Sie als Betroffener einen spezialisierten Arzt auf, der Sie zu diesem Thema fachmännisch berät!

 

 

 

 

1 http://www.schwabe.de/ Venenschwäche, Zugriff: 22.11.2013.

2 http://www.angioclinic.de/ Therapie, Zugriff: 22.11.2013.