Medikamente gegen niedrigen Blutdruck

 

Medikamente niedriger BlutdruckMedikamente gegen niedrigem Blutdruck werden nur unterstützend und zeitlich begrenzt verordnet.1 Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist normalerweise nicht schädlich und wird nur bei starken Beschwerden durch Medikamente therapiert.2 Bei älteren Menschen mit Arteriosklerose oder Herzrhythmusstörungen kann er jedoch zu einer mangelnden Durchblutung lebenswichtiger Organe führen, sodass eine Therapie des zu niedrigen Blutdrucks notwendig ist. Auch bei Schwangeren mit ausgeprägter Hypotonie ist eine Behandlung angezeigt, um einer Unterversorgung des Kindes entgegenzuwirken.3 Medikamente gegen niedrigen Blutdruck helfen ansonsten vor allem, den Begleiterscheinungen der Hypotonie entgegenzuwirken, wie etwa Konzentrationsschwäche, Appetitlosigkeit oder Augenflimmern.

 

Welche Medikamente gibt es gegen niedrigen Blutdruck?

 

Manche Medikamente gegen zu niedrigen Blutdruck regen das sympathische Nervensystem an. Zu diesen sogenannten Sympathomimetika gehören Substanzen wie Etilefrin, Coffein oder Midodrin.4 Die Substanz Dihydroergotamin bewirkt, dass sich die Spannung der venösen Gefäßmuskulatur erhöht. So verhindert es den schnellen Blutdruckabfall besonders bei orthostatischer Hypotonie (Blutdruckabfall bei rascher Lageveränderung). Fludrocortison hebt den Blutdruck durch Erhöhung der Flüssigkeitsmenge in den Blutgefäßen. Laut Landesapothekerverband Baden-Württemberg kommt dieses Medikament nur bei orthostatischer Dysregulation, nicht funktionierender Nervenregulation oder chronisch niedrigem Blutdruck mit verlangsamtem Herzrhythmus zum Einsatz.1

 

Mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten gegen niedrigen Blutdruck

 

Wie alle Arzneimittel bergen auch Medikamente gegen niedrigen Blutdruck gewisse Risiken. Laut Netzwerk Deutscher Apotheken ist ein Nachteil der Sympathomimetika, dass sie durch die Anregung des ganzen Organismus Herzrhythmusstörungen auslösen können.4 Durch die Einnahme von Fludrocortison-Medikamenten können sich beispielsweise Wassereinlagerungen im Gewebe bilden. Weitere mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten gegen niedrigen Blutdruck sind Herzklopfen und körperliche Unruhe. In seltenen extremen Fällen kann es zu einer Angina Pectoris kommen.3

 

Was hilft noch gegen niedrigen Blutdruck?

 

Liegt nicht gerade eine schwere Form der Hypotonie vor und möchte man keine Medikamente gegen niedrigen Blutdruck einnehmen, gibt es auch Mittel aus Homöopathie und Pflanzenheilkunde, die den Kreislauf anregen, so etwa

  • Kalzium Carbonicum,
  • Sepia,
  • Kampfer,
  • Weißdorn
  • oder Rosmarin.4

Auch die Behandlung bestimmter Akupunkturpunkte kann den Blutdruck ohne Medikamente regulieren. Im Allgemeinen wirken Wechselduschen anregend auf den Blutdruck. Zudem sollte man auf eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit und Kochsalz achten. Nicht zuletzt ist genügend Bewegung bei Hypotonie wichtig, um einer späteren nötigen Medikamentenverabreichung vorzubeugen.

 

 

 

Achtung IconHinweis:
Dieser Artikel ersetzt nicht den Arztbesuch und eignet sich nicht zur Selbstdiagnose. Bei Symptomen oder Verdacht auf Bluthochdruck sowie bei Nebenwirkungen eingenommener Medikamente muss in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

 

 

 

 

1 http://www.apotheker.de/rubriken/news/top-themen/deutschland-misst/medikamente-gegen-niedrigdruck/

2 http://www.apotheken-umschau.de/Niedriger-Blutdruck

3 http://dgk.de/gesundheit/herz-kreislauf-venen/niedriger-blutdruck.html

4 http://www.apotheken.de/gesundheit-heute-news/article/arterielle-hypotonie-und-orthostatische-dysregulation/